Dorfkirche des Monats

„Die Zixdorfer Kirche ist nicht nur die kleinste Kirche in der Mark Brandenburg, sondern auch eine der schönsten.“ So sieht das zumindest der für die Gemeinde zuständige Niemegker Pfarrer Daniel Geißler. 

Die erste urkundliche Erwähnung des Dorfes Zixdorf – heute ein Teil der Gemeinde Rabenstein/ Fläming – datiert aus dem Jahr 1380, als ein Hans Tzikstorpals Schöffe eine Urkunde im nahen Treuenbrietzen unterzeichnet. Die Kirche, etwas erhöht inmitten des langgezogenen Dorfes gelegen, gibt baugeschichtlich einige Rätsel auf. Der westliche Teil ist in den unteren zwei Dritteln aus sogfältig bearbeiteten Granitquadern geschichtet, was einen Baubeginn im 13. oder 14. Jahrhundert vermuten lässt. Der restliche Bau mit dem halbrunden Chorabschluss und das gesamte obere Drittel des Mauerwerks ist aus nicht oder nur wenig behauenen Findlingen unregelmäßig ausgeführt. Dies lässt auf spätere Bauabschnitte (eventuell nach einer teilweisen Zerstörung?) schließen. Auffallend ist auch die sehr unterschiedliche Anordnung und Größe der Kirchenfenster. Über dem Westgiebel sitzt ein schöner Fachwerkturm mit massivem Westgiebel, der 1905 erneuert wurde. Zu dieser Zeit entstand auch die westliche Vorhalle. 

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