Waldrandbepflanzung

Und Gott der HERR pflanzte einen Garten in Eden gegen Osten hin und setzte den Menschen hinein, den er gemacht hatte. …  Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte. 1. Mose2, 8-15

Die Pflege und der Erhalt unserer Umwelt sind ein christliches Anliegen mit biblischer Begründung aber auch mit pragmatischem Blick auf die globale Änderung zu verstehen. Ein besonnener Umgang mit den knappen Ressourcen dieser Erde ist bereits in das Denken und Handeln vieler Menschen eingezogen, der Schutz der Umwelt ein wichtiges Ziel.

Ein wichtiger Katalysator für unsere Erde sind die globalen Wälder. Diese sind seit Jahren von einseitiger Bewirtschaftung, Trockenheit und Dürre bedroht. In unserer unmittelbaren Umgebung sind Dürreschäden und Käferfraß zu beobachten, großflächige Waldbrand im Land Brandenburg und weltweit in jedem Jahr in den Nachrichten. In Mitteleuropa bietet allein die Umgestaltung der Wälder Schutz vor diesen katastrophalen Umständen. Die Erhöhung des Laubbaumanteils sorgt für einen höheren Grundwasserspiegel und ein kühleres Waldklima. Ein Umstand von dem direkt und unmittelbar Mensch, Tier und Pflanze profitieren.

Projektziel

Das Projekt Waldrandbepflanzung ist eine Möglichkeit aktiv und ganz praktisch positiven Einfluss auf die uns umgebende Natur zunehmen. In Kooperation mit dem Brandenburger Stadtförster Thomas Meier, wird am Rande des Siedlungsgebietes Eigene Scholle ein bestehender Kiefern – Eichen Mischwald, der starke Trockenschäden aufweist, in einen von einem Waldrand gesäumten Laubwald umgebaut werden. Konkret handelt es sich um eine Fläche von 0,6 ha. Waldränder sind ein in Stufen gepflanztes Biotop mit fruchttragenden Sträuchern in verschiedenen Größe, die dann in den Waldbestand übergehen und ihn vor starker Sonneneinstrahlung und einfallenden Winden schützen. Somit tragen sie zum Schutz der Bestände bei und fördert gleichzeitig die tierische Artenvielfalt (Insekten, Echsen, Singvögel, Niederwild). Auf den offenen Flächen wird in Zusammenarbeit mit dem Imker Andreas Kalb Saatgut mit bienenfreundlichen Pflanzen ausgebracht. Ab dem Frühjahr bietet der Waldrand dann auch einen guten Lebensraum für die bedrohten Bienen. Das Projekt Waldrandbepflanzung möchte Menschen unterschiedlichsten Alters einladen, sich an der Bewahrung der Schöpfung ganz praktisch zu beteiligen. Es sensibilisiert für ökologische Zusammenhänge, Verantwortung, die in unseren Händen liegt und darüber hinaus will es Brücken zwischen den unterschiedlichen Generationen in unseren Gemeinden schlagen und Austausch über die unterschiedlichen Wahrnehmungen und Vorstellungen zum Thema Umweltschutz ermöglichen. Die verschiedenen Gemeindekreise von der Christenlehre über die Konfirmanden bis hin zu den Seniorenkreisen sind eingeladen, gemeinsam in zwangloser Runde, unter Ein- und Anleitung zu pflanzen und einen vergnüglich, lehrreichen Nachmittag im Wald zu verbringen.

Ein weiteres Anliegen des Projektes liegt in der Öffnung der kirchlichen Aktivitäten in die Gesellschaft hinein. Kirche ist nicht nach innen gerichtet. Sie versteht sich als aktiver Teil der Gesellschaft, der gerade in Bezug auf den Auftrag zur Bewahrung der Schöpfung Vorbildfunktion hat und sie auch übernimmt. Durch aktives Handeln stellt sie dies dar und gewinnt für gemeindeferne Menschen an Attraktivität.

Projektzeitraum: Aufgrund der aktuellen Situation sind die geplanten November-Termine verschoben. Neue Termine werden zeitnah veröffentlicht.

Neben den bereits genannten Aspekten des Umweltschutzes, bietet der Waldrand die Möglichkeit in verschiedenen Projekten mit den Kindern dort weiterzuarbeiten. Die positive Entwicklung von Flora und Fauna kann beobachtet werden. Es können in den Folgejahren Nisthilfen gebaut und dort angebracht werden. Eine Parkbank in Kooperation mit dem Cafe Contact könnte entstehen und zum Verweilen einladen. Der Imker lädt zu einem Besuch ein um seine Arbeit und das Wirken und Zusammenspiel von Biene und Vegetation zu erläutern. Das Weitern kann die Kooperation der Gemeinden mit der Stadt zu einer Umgestaltung von Kirchenwald oder ungenutzten Flächen in ökologisch wertvollen Bestand genutzt werden. Denkbar ist, diese Art von Projekt auf unterschiedlichen Flächen über mehrere Jahre mit immer wieder wechselnden Gruppen und Gruppenkonstellationen fortzuführen.

Es bleibt also spannend

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