Diakonie

Diakonie ist Kirche und Kirche ist Diakonie. Beides spricht die gleiche Sprache. Im Evangelium hören wir von der Liebe Gottes zu uns Menschen, wir erfahren sie in Gebet und Gottesdienst. Daraus erwächst die Liebe zu anderen Menschen, denen wir aufhelfen, wenn sie Hilfe brauchen. Diakonie beginnt deshalb da, wo in den Kirchengemeinden Kranke besucht werden, Traurigen zugehört wird und Weinende Trost finden. Oftmals sind es ganz kleine Dinge, die die Botschaft von Gott in eine Tat verwandeln.

Daneben gibt es aber auch die professionalisierte Diakonie. Sie entstand, als das Industriezeitalter soziale Probleme hervorbrachte, die nicht mehr durch Ehrenamtliche zu lösen waren, als ganze Bevölkerungsteile zu verelenden drohten. Damals stemmten sich viele Menschen gegen eine Entwicklung, die den Menschen nur noch als so wertvoll ansieht, wie er arbeitet. Mit Namen wie Johann Hinrich Wichern, Friedrich von Bodelschwingh, August Hermann Francke und Johann Friedrich Oberlin verbindet sich eine Entwicklung die ihren bisherigen Höhepunkt in den Diakonischen Werken findet, die überall in Deutschland unter dem Dach der Diakonie verbunden sind. Hier wird der Grundgedanke der Diakonie gepflegt und weitergeführt. Auch in unserem Kirchenkreis begegnen sie dieser gut organisierten Form der Diakonie. Auf den nachfolgendem Link finden sie alle Informationen zu diesen.

Das Diakonische Werk im Landkreis Potsdam Mittelmark e.V.
www.dw-potsdammittelmark.de 

mitunsleben – Diakonissenhaus an Pflege-StartUp beteiligt

Online-Plattform macht Hilfe ganz einfach

Zusammen mit 14 weiteren Trägern sozialer Dienste aus ganz Deutschland hat das Evangelische Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin am Montag, dem 19. November 2018 in Berlin das StartUp mitunsleben gegründet.

Gemeinsames Ziel ist es, eine Plattform zu entwickeln, die es Menschen mit Unterstützungsbedarf erleichtert, passende Hilfe zu finden und leicht in Anspruch zu nehmen. Die an mitunsleben beteiligten Sozialunternehmen reagieren damit auf das veränderte Online-Nutzungsverhalten von Interessenten und Kunden.

Die Plattform von mitunsleben soll ein bundesweites Informations- und Vermittlungsportal für soziale und pflegerische Dienstleistungen werden. Geplant ist, dass Interessenten schnell und einfach zu ihren spezifischen Wünschen passende Angebote suchen und vergleichen, die Dienstleister direkt kontaktieren und nachträglich bewerten können. Zusätzlich soll die Plattform eine persönliche Beratung rund um die Themen Pflege und Versorgung anbieten.

„Wir ergreifen die Chancen, die sich durch die Digitalisierung bieten und ergänzen diese um langjährige Erfahrungen in den Bereichen Pflege, Beratung und Begleitung“, erklärt der Kaufmännische Vorstand des Diakonissenhauses, Lutz Ausserfeld, die Gründe für die Beteiligung bei mitunsleben. „Wir warten nicht darauf, dass fertige Lösungen zur Verfügung stehen, sondern entwickeln sie mit unseren Partnern selbst. Das wird nicht risikofrei sein, es eröffnet aber auch neue Möglichkeiten in einem sich erst entwickelnden Umfeld.“

Als Geschäftsführerin der neuen Gesellschaft konnte Cornelia Röper gewonnen werden, die sich im Aufbau großer sozial orientierter online-Plattformen auskennt. Vor „mitunsleben“ hat sie die weltgrößte Fragen und Antworten Plattform für Geflüchtete aufgebaut, wofür sie vor wenigen Wochen von Bill Gates persönlich mit dem Global Goalkeeper Award ausgezeichnet wurde.

Die Plattform ist offen für weitere Anbieter von sozialen Dienstleistungen und wird voraussichtlich im Verlauf des kommenden Jahres online gehen.

Freiwilligendienst für Menschen mit Fluchterfahrung

  • Foto: Teilnehmende am Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug auf dem Stammgelände des Diakonissenhauses in Teltow

Neu-Verträge noch bis 31. Dezember 2018 möglich – jetzt bewerben!

Ein neues Land, eine neue Sprache, eine neue Kultur: Das Einleben in Deutschland stellt viele geflüchtete Menschen vor große Herausforderungen. Auch beim Versuch, erste berufliche Schritte zu tun, stehen Menschen mit Fluchterfahrung oft vor hohen Hürden, die kaum bewältigbar erscheinen.

Eine gute Möglichkeit, in einem geschützten Rahmen erste Erfahrungen im Arbeitsleben in Deutschland zu sammeln, bietet der „Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug“, den auch das Evangelische Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin in vielen seiner sozialen Einrichtungen in Berlin und Brandenburg anbietet. Zugleich können Teilnehmende im täglichen Umgang mit den Kolleginnen und Kollegen in den Einsatzstellen ihre Sprachkenntnisse verbessern, Kontakte knüpfen und ganz allgemein Land und Leute besser kennenlernen. Darüber hinaus können sich im Anschluss an den Freiwilligendienst weitere berufliche Chancen ergeben, etwa durch die Übernahme in ein Ausbildungsverhältnis.

Zum Freiwilligendienst im Diakonissenhaus gehören neben der Tätigkeit in der Einsatzstelle Seminartage, die der Fortbildung und Praxisreflexion dienen. Sie umfassen auch Einheiten, die sich speziell an Geflüchtete richten. Auch der Besuch von Sprachkursen ist im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes möglich.

Das Angebot richtet sich an Menschen ab 18 Jahren mit guter Bleibeperspektive in Deutschland und einem ausreichenden Maß an Deutschkenntnissen.

Das Programm, das vom Bundesfamilienministerium gefördert wird, läuft in Kürze aus. Verträge für Freiwilligeneinsätze im kommenden Jahr können noch bis zum 31. Dezember 2018 abgeschlossen werden – Interessierte sollten sich daher schnell bewerben.

Weitere Informationen rund um das FSJ und den BFD am Diakonissenhaus gibt es im Internet unter www.diakonissenhaus.de/freiwilligendienste.

Alexander Schulz | Öffentlichkeitsbeauftragter Evangelisches Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin | Telefon: 03328-433 522 | E-Mail: alexander.schulz@diakonissenhaus.de