Päwesin

Herzlich Willkommen im Pfarrsprengel Päwesin!

Der Pfarrsprengel ist ein Zusammenschluss der 6 eigenständigen evangelischen Kirchengemeinden rund um den Beetzsee, nahe Brandenburg an der Havel.

Er besteht aus der Kirchengemeinde Brielow (mit Radewege), der Kirchengemeinde Ketzür (mit Butzow und Gortz), der Kirchengemeinde Päwesin (mit Bagow und Riewend), der Kirchengemeinde Roskow, der Kirchengemeinde Weseram und der Kirchengemeinde der Lünower Dorfkirche.

Landschaftlich reizvoll am Beetzsee gelegen, kümmern wir uns in unseren Orten mit viel ehrenamtlichem Engagement um 11 wunderschöne Kirchen und 7 kirchliche Friedhöfe. Gemeinsam gestalten wir das kirchliche Leben vor Ort und engagieren uns zusammen mit den anderen Institutionen, Vereinen und Initiativen für das Miteinander in unseren Dörfern.

Auf der rechten Seite finden Sie unsere Ansprechpartner*innen und Kontaktdaten sowie die aktuellen Gemeindebriefe und einen Flyer zu unseren 11 Kirchen, von denen jede etwas ganz Besonderes ist.

Besuchen Sie uns, wir freuen uns auf Sie!

Sonntagsandacht

Andachtsblatt für zu Hause | aus dem Pfarrsprengel Päwesin

Sonntag, 24. Januar 2021Heute ist der 3. Sonntag nach Epiphanias.Im Bibeltext, der heute im Zentrum steht, geht es um zwei Frauen: Schwiegermutter und Schwiegertochter – Noomi und Rut. Es geht um ihre Geschichte. Und um ihren gemeinsamen Weg, der daraus erwächst …Wir sind verbunden im Namen Gottes – der da war, der da ist und der da kommt.

Lesung

Nimm eine Bibel zur Hand und lies die Erzählung von Noomi und Rut. Sie steht im Alten Testament, im Buch Rut, Kapitel 1, Vers 1 bis 19.

Impuls

Ihre Schwiegermutter hatte sie sich nicht ausgesucht. Die war da, hat vor der Hochzeit schon mitreden wollen: wo gefeiert wird, wer alles eingeladen werden muss, wer wo sitzt, was es zu Essen gibt. Das hat sie wahnsinnig gemacht! Gesagt hat sie aber nichts. Genauso als es später ums Putzen und das Führen des Haushalts ging. Schließlich war es die Küche der Schwiegermutter, ihr Haushalt, wie sie auch immer wieder betont hat. Als Schwieger-tochter sei sie als Neue nur dazugekommen. – Jahrzehnte ist das jetzt her, aber vergessen ist es trotzdem nicht: Wie schwer die Schwiegermutter es ihr am Anfang gemacht hat! Nichts konnte sie ihr recht machen, nichts war gut genug. So manches Mal hat sie abends ins Kissen geweint. Ihr Mann hat ihr dann die Hand auf die Schulter gelegt und gesagt: „Sie ist halt so.“Als die Kinder kamen, wurde es ein wenig besser. Ihre Schwieger-mutter hat gesehen, wie sie alles organisiert bekommen hat: Schulaufgaben, Einkauf, Stall und Acker. Ausgesprochen hat sie es zwar nie, aber manchmal hat sie die Anerkennung in ihrem Blick gesehen. Das tat gut. Und für die Hilfe damals beim Kinderhüten ist sie ihr bis heute dankbar. Sie war eine gute Oma für die Kinder. Liebevoll und herzlich. Erstaunlich, wo sie auf der anderen Seite doch auch so ganz anders sein konnte.Schwiegermutter und Schwiegertochter – das ist oft etwas Spezielles. Manchmal geht es gut. Manchmal nicht. Da werden zwei Frauen zusammengebunden. Auf einmal sind sie eine Familie, müssen miteinander auskommen und sogar Verantwortung füreinander übernehmen, wenn es darauf ankommt.Wie es Rut mit ihrer Schwiegermutter Noomi ging, wissen wir nicht. Ob sie schon von Beginn an ein gutes Verhältnis zueinander hatten? Keine Ahnung. Auf jeden Fall haben die Schicksalsschläge die beiden zusammengeschweißt. Das lesen wir im Bibeltext. Alle Männer sind tot. Die Versorger der Familie. Damals war das wirklich noch was ganz anderes als heute, wo Frauen zum Glück für sich selbst sorgen dürfen.

Noomi ist eine fürsorgliche Schwiegermutter. Sonst würde sie ihren beiden Schwiegertöchtern nicht dringend raten, zurück in die Heimat zu ihren eigenen Familien zu gehen. Nur dort können sie sicher leben, werden versorgt und finden vielleicht einen neuen Mann, mit dem sie eine Familie gründen können. In Bethlehem hingegen sind beide Schwiegertöchter fremd und gehören nicht dazu. Nach Bethlehem zu gehen und dann auch noch mit einer alten Frau als Klotz am Bein, ist mehr als unvernünftig.

Das erkennt Orpa, die eine Schwiegertochter. Und man kann es ihr wirklich nicht verübeln, dass sie Noomis Rat befolgt und zurück nach Hause geht. Rut und Noomi sind nun zu zweit an diesem Punkt ihrer Geschichte. Und sie diskutieren miteinander. Zwei Frauen mit ihrer je eigenen Meinung, von der sie sich nicht abbringen lassen wollen.„Du musst die Tabletten aber nehmen! Das hat die Ärztin gesagt“, betont sie mit fester aber leicht bebender Stimme gegenüber ihrer Schwiegermutter. Die schaut starr an die Zimmerdecke und presst die Lippen aufeinander. Eine Träne läuft ihr über das Gesicht. Dann öffnet sie den Mund, nimmt die Tabletten und spült sie mit einem Schluck Wasser hinunter. „Danke“, sagt die Schwiegertochter und legt ihr die Hand auf die Schulter.Über die Jahre hat sich viel getan im Haus: Wandfarben und Möbel haben sich verändert. Und auch die beiden Frauen sind andere geworden. Die Kraft der einen lässt nach, während die andere zunehmend alle Aufgaben und die Organisation selbst übernimmt. Die Schwiegermutter musste so manches Mal schlucken und es hinnehmen, dieses: „Wir machen das ab jetzt aber so.“ Wer alt wird, hat keine Kraft mehr für Grabenkämpfe und Rivalität. All ihre Energie braucht sie jetzt, um morgens aus dem Bett zu kommen und sich fertig zu machen. Und sie ist ehrlich gesagt froh, dass die Schwiegertochter ihr so manchen Handgriff dabei abnimmt, ihr die Wäsche macht, sie zur Ärztin fährt und da ist, wenn sie sie braucht.Schwiegermutter und Schwiegertochter – das ist oft etwas Spezielles. Eine Schicksalsgemeinschaft, die sich keine von beiden freiwillig ausgesucht hat.Als Noomi merkt, dass sich ihre Schwiegertochter Rut entschieden hat, mit ihr nach Bethlehem zu gehen und auch nicht mehr umzustimmen ist, lässt sie es und diskutiert nicht mehr weiter. Und die ersten Schritte des Weges werden sie wohl schweigend Richtung Bethlehem gegangen sein. Die großen Worte haben dabei aber sicher nachgehallt:„Wo du hingehst, da will ich auch hingehen; wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott. Wo du stirbst, da sterbe ich auch, da will ich auch begraben werden.“Rut brachte mit diesen Worten Gott ins Spiel, der ansonsten in der ganzen Erzählung des Rut-Buches für biblische Verhältnisse ungewohnt verborgen bleibt. Gott spricht nicht, lässt kein Manna vom Himmel fallen und tut auch sonst keine außergewöhnlichen Wunder. So wie oft auch im echten Leben. Wie heute noch, wenn Schwiegermutter und Schwiegertochter gemeinsam durchs Leben gehen bis zum Schluss.Sie waren mehr zusammen als sonst, in den letzten Wochen, als die Schwiegermutter immer schwächer wurde. Da hat die Junge der Alten schweigend die Hand gehalten, ihr immer wieder versucht, zu trinken zu geben und hat einfach bei ihr gesessen. Je weniger die Alte gesprochen hat, desto mehr hat die Junge zu beten begonnen: Das Vaterunser, das alte Kindergebet vom Einschlafen, den Psalm vom Hirten … mit geschlossenen Augen hat die Schwiegermutter zu den vertrauten Worten stumm die Lippen bewegt. Aber irgendwann auch das nicht mehr. Ein tiefes Schnaufen ist dem nächsten gefolgt, die Pausen dazwischen immer größer. Bis nach einer langen Stille kein Atemzug mehr hinterher kam.Ganz leise, im Verborgenen, hat Gott die Sterbende zu sich geholt. Wie all die Jahre davor, machte er auch dieses Mal kein großes Aufsehen darum, dass er da ist. Schwiegermutter und Schwiegertochter – zusammen an diesem Punkt ihrer gemein-samen Geschichte. Und Gott dabei …Amen.

AKTUELLE INFORMATIONEN

ZU GOTTESDIENSTEN UND VERANSTALTUNGEN

Aufgrund der aktuellen Infektionslage werden die geplanten Präsenzgottesdienste und Veranstaltungen bis einschließlich 31.01.2021 weiterhin ausgesetzt.

Die Gemeindekreise finden im Monat Januar nicht statt.

Der Geschäftsführende Ausschuss des Pfarrsprengels berät Ende des Monats darüber, wie ab Februar weiter verfahren werden kann. In der Zwischenzeit wird es für jeden Sonntag Andachtsmaterial für zu Hause geben, das in den Orten des Pfarrsprengels und zusätzlich auch per E-Mail verteilt wird.

Wenn Sie Interesse an unserem Andachtsmaterial oder das Bedürfnis nach einem Gespräch oder einem persönlichen Besuch haben, melden Sie sich gern bei Pfarrer Hartmann!

Telefon: 033838 40226 | E-Mail: hartmann.stefan@ekmb.de

Donnerstag, 07.01.2021, für den Geschäftsführenden Ausschuss

gez. D. Schwalbe gez. S. Hartmann

Vorsitzender Pfarrer & stellv. Vorsitzender

Gottesdienste

Bitte informieren Sie sich über die aktuellen Gottesdienste und Veranstaltungen an den Schaukästen und im Gemeindebrief (siehe rechte Spalte)

Veranstaltungen

Keine Veranstaltungen gepflegt.

Bilder der Gemeinden

  • Kirche in Bagow
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  • Kirche in Ketzür
  • Kirche in Lünow
  • Kirche in Päwesin
  • Kirche in Radewege
  • Kirche in Riewend
  • Kirche in Roskow
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Karte des Pfarrbereichs

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