Flüchtlingsheim in Brück

Das Flüchtlingsheim in Brück ist ein Ort, an dem mehr als 400 Immigranten leben. Es sind Menschen, die aus verschiedenen Ländern kommen, meistens aber aus dem Mittleren Osten. In diesem Heim sind etwa 14 verschiedene Nationen vertreten. Die Zuwanderer aus dem Nahen und Mittleren Osten sind Syrer, Palästinenser, Iraker und Afghanen. Dazu kommen dann die vielen Zuwanderer aus verschiedenen Teilen Afrikas. Auch Tschetschenen aus Russland und wenige Zuwanderer aus Serbien, Bosnien, Albanien und Mazedonien sind dabei. In dem Flüchtlingsheim in Brück leben Familien und alleinstehende Flüchtlinge. Die meisten Familien leben in dem Gebäude, die Flüchtlinge, die alleine gekommen sind, wohnen draußen in den kleinen Häusern (Containern).
Am Anfang gab es kleine Probleme zwischen den Flüchtlingen: Missverständnisse, Respektlosigkeit. Für diese Probleme gibt es verschiedene Gründe: die Geflüchteten sprechen verschiedene Sprachen und haben unterschiedliche Religionen, Traditionen und Kulturen. Aber jetzt gibt es diese Probleme zwischen den Flüchtlingen nicht mehr. Sie versuchen sich zu verstehen, Respekt zu zeigen und die Zeit so gut wie möglich miteinander zu verbringen.
Im Übergangswohnheim in Brück leben Kinder unterschiedlichen Alters. Die meisten gehen zur Schule, manche in die Grundschule, manche zu einer weiterführenden Schule. Manche Menschen aus Brück und aus der Umgebung versuchen den Flüchtlingen zu helfen. Manche reparieren alte Fahrräder und bringen die zum Flüchtlingsheim, manche bringen Kleidung und Schuhe, manche organisieren Aktivitäten, bei denen die Flüchtlinge anderen Menschen begegnen können: Fußballtraining, Karate, Tischtennis und Schachturniere. Darüber hinaus gibt es auch Sprachunterricht, was zu einer schnelleren Integration der Flüchtlinge beiträgt.
Das Heim ist 3 Kilometer außerhalb, deshalb benutzen die meisten Flüchtlinge Fahrräder zum Einkaufen oder wenn sie irgendwohin wollen. Die meisten haben Fahrräder. Wer kein Rad hat, borgt sich eins von jemandem, der eins hat.
Manche Flüchtlinge haben Glück: sie haben Zugang zu Medien, aber das gilt nur für die wenigsten. Die Flüchtlinge haben auch keinen Internetzugang. Das hat zur Folge, dass sie nicht verfolgen können, was in der Welt oder in ihren Herkunftsländern passiert. Sie können keinen Kontakt zu ihren Familien haben, mit ihnen telefonieren per Handy ist viel zu teuer.
Jetzt ist Herbst, es wird von Tag zu Tag kälter. Das bedeutet neue Probleme. Die Menschen, die draußen in den Containern wohnen, werden sich beschweren, denn die Heizung wärmt den Raum nicht auf die gewünschte Temperatur. Aber trotz aller Widrigkeiten hoffen die Flüchtlinge das Beste für die Zukunft. Jeder von ihnen hat seine eigene, schwierige Geschichte.
Alle Flüchtlinge sind den Menschen, die versuchen ihnen zu helfen, sehr dankbar. Die Menschen aus Brück und aus den Dörfern der Umgebung zeigen ihre menschliche Seite. Und deshalb möchte ich zum Schluss betonen: Vielen Dank für Ihre Hilfe und großartige Unterstützung!

Ceyhan Osmanov, November 2015 (übersetzt aus dem Englischen)