Niemegk

Kirchengemeinden: Grabow, Haseloff, Hohenwerbig, Neuendorf b. Niemegk, Groß- und Klein Marzehns, Garrey mit Zixdorf, Boßdorf

Frühlingskonzert für die Königin

Eine Königin muss gebührend begrüßt werden. Dies gilt natürlich auch für die Königin der Instrumente, die Orgel. Der nächste Bauabschnitt der Baer-Orgel in der Kirche zu Niemegk ist jetzt abgeschlossen. Die Orgel glänzt wieder wie vor 163 Jahren.

Das wird mit einem großen Konzert der Musikschule „Engelbert Humperdinck“ unter dem Motto „Frühlingserwachen“ gefeiert. Selbstverständlich soll dabei das Prunkstück und seine neuen Klangzauber im Mittelpunkt stehen.

Die Berlinerin Annette Diening, Organistin der bekannten Kapelle der Versöhnung in Berlin, konnte gewonnen werden, um die Vielfalt des Instruments vorzustellen. Hierzu wird sie bei einem Orgelkonzert des Komponisten G. F. Händel vom Musikschulorchester aus Bad Belzig begleitet. Aber auch Orgelschüler und Solisten anderer Instrumente werden ihr Können unter Beweis stellen.

Auf dass es am Ende dann heißt: Her majesty was amused.

Mit diesem Konzert bedankt sich die Gemeinde bei den Spendern der neuen Prospektpfeifen. Das Konzert findet am 31. März um 15:00 Uhr in der Kirche in Niemegk statt. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

Wie kam das nackte Huhn ins Bett des Pfarrers?

Vortrag über Titanentreck nach Nowgorod am 27. März, um 14:00 Uhr im Pfarrhaus Niemegk

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Am Mittwoch, dem 27.3. macht sich Pfarrer Helmut Kautz auf die kurze Reise von Brück nach Niemegk. Um 14 Uhr wird er hier im niemegker Gemeindehaus von seiner langen und aufregenden Reise im letzten Jahr erzählen. Mit dem Titanen-Treck der Brücker Kaltblutpferde machte er sich auf den Weg nach Weliki-Nowgorod um dort Friedenglocke von Brück zu übergeben. Unterwegs mit acht Planwagen, 80 Tage über 2330 km, hat der Geistliche als seelsorgerlicher Begleiter so manches Kurioses, Beeindruckendes und Berührendes erlebt.

Wer sehen und hören möchte, wie ein nacktes Huhn ins Bett des Pfarrers kam, wie Menschen vor Rührung Pferde küssen, wie der Glockenwagens mit Hilfe einer Milchkanne repariert wurde und wie die ruhmreiche rote Armee die Pferdewagen verlud und transportierte, der ist herzlich nach Niemegk eingeladen.

Der Eintritt ist frei.

Neue Prospektpfeifen für die Niemegker Orgel

  • Orgelbauer Tobias Herold bei der Arbeit an einem tiefen Cis

Die Königin wird schick gemacht

Die Restaurierungsarbeiten an der niemegker Baer-Orgel laufen auf Hochtouren. Aktuell werden in der Werkstatt der Berliner Orgelbaufirma Schuke die 84 neuen Prospektpfeifen aus englischem Zinn hergestellt und die Namen der jeweiligen Spender durch Orgelbaumeister Tobias Herold auf der Rückseite jeder Pfeife eingraviert.

Im Sommer 1917 waren die Originalen Zinnpfeifen für den Krieg ausgebaut und durch minderwertige Zinkexemplare ersetzt worden. Genau 100 Jahre später im Sommer 2017 meldete sich der erste Spender aus Niemegk, der die Patenschaft für eine der Pfeifen übernahm. Nur ein Jahr später hatten sich Spender für alle Pfeifen gefunden.

In den nächsten Wochen werden die neuen Pfeifen in der Orgel eingebaut und intoniert.

Als Dankeschön für alle Spender und Unterstützer wird am Sonntag, dem 31.3. um 15:00 Uhr ein Festkonzert mit dem Belziger Musikschulorchester und Annette Diening, Organistin der berliner Kapelle der Versöhnung in der St-Johannis-Kirche stattfinden.

Niemegker Konfirmanden gehen dem Tod auf die Spur

  • Foto: privat

Was passiert mit einem Menschen, nachdem er stirbt? Um dieser Frage ganz praktisch auf den Grund zu gehen, machten sich am vorigen Sonnabend fünf Jugendliche aus Niemegk und Zixdorf heute zusammen mit Pfarrer Daniel Geißler auf den Weg nach Brück. Als Exkursion im Rahmen des Konfirmandenunterrichts besuchten sie hier Bestatter Karsten Fries. Bereits zum vierten Mal nahm sich der Bestatter die Zeit um auf Fragen der jungen Leute zu seiner Arbeit Rede und Antwort zu stehen. Bei einem Rundgang erfuhren sie dann, wie Verstorbene mit einem speziellen Auto abgeholt werden, wo und wie diese dann gewaschen und geschminkt werden und die Unterschiede zwischen der Beisetzung in einer Urne oder einem Sarg. Überrascht waren Sie zu erfahren, dass auch Tote, die eingeäschert werden, vorher schöngemacht, gewaschen, geschminkt und mitsamt einem Sarg im Krematorium verbrannt werden.

Die Mutigen testen auch, wie es sich anfühlt in einem Sarg zu liegen. „Weich und bequem, aber schon fast zu knapp, wenn man groß ist“. Wie man denn nach der Einäscherung auseinanderhalten kann, wer das mal war? Dazu erfuhren sie, dass bei jeder Feuerbestattung ein nummerierter Schamottstein durch das Krematorium in den Sarg gelegt wird, welcher sich dann auch in der Aschekapsel befindet und eine eindeutige Identifizierung jederzeit möglich macht.

Überraschend war für die Jugendlichen auch zu erfahren, dass alle Urnen aus einem Material gefertigt werden, das sich während der 20 Jahre Liegezeit auf dem Friedhof vollständig auflöst.

In einer abschließenden Runde konnten die Jugendlichen ihre Fragen an den Bestatter richten.

Pfarrer Geißler macht diese Exkursion einmal mit jedem Konfirmandenkurs. „Der Tod ist ein Thema, das jeden im Leben betrifft, das aber trotzdem in unserer Gesellschaft ein großes Tabu darstellt. Kinder und Jugendliche haben Fragen.“ Berichtet der Geistliche. „Jeder wurde schon mit dem Tod in seiner Familie oder im Bekanntenkreis konfrontiert, aber es wird kaum im Elternhaus mit Ihnen darüber geredet. Häufig weil auch die Eltern bei dem Thema unsicher sind. Ich finde es wichtig das Thema nicht nur theoretisch zu bearbeiten, sondern ganz praktisch und freue mich sehr, dass sich Herr Fries für uns Zeit nimmt.“

Gottesdienste

Mär
Do 21
14:00

Passionsgottesdienst

Pfr. Matthes

Boßdorf

Veranstaltungen

Mär
Sa 23
19:00

Rock-, Blues- und Popkonzert

mit Lore-En und Mellow Mind

Kunstkirche in Hohenwerbig

Mär
Mi 27
14:00

Gemeindenachmittag

Wie kam das nackte Huhn ins Bett des Pfarrers? Ein Vortrag über Titanentreck nach Nowgorod. Mit Pfr. Kautz

Pfarrhaus in Niemegk

Mär
So 31
15:00

Frühlingskonzert für die Königin

mit Annette Diening, Organistin der Kapelle der Versöhnung in Berlin

Kirche in Niemegk