Diakonie

Strukturveränderungen am Gesundheitsstandort in Kloster Lehnin geplant

Das Evangelische Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin plant strukturelle Veränderungen an seinem Gesundheitsstandort in Kloster Lehnin.

Hintergrund ist die steigende Nachfrage nach Leistungen der geriatrischen Rehabilitation.

Das Diakonissenhaus betreibt in Lehnin eine „Klinik für Geriatrische Rehabilitation“ mit 70 Betten, die in den 1990er Jahren im Rahmen eines Modellprojekts als Teil eines vernetzten geriatrischen Zentrums konzipiert und aufgebaut worden war. Als hochspezialisierte Fachklinik hat sie einen Einzugsbereich, der neben Brandenburg auch Berlin umfasst. Die Klinik erfüllt den im Sozialgesetzbuch XI formulierten Vorrang der Rehabilitation vor Pflege.

Im gleichen Gebäude betreibt das Diakonissenhaus die „Evangelischen Kliniken Luise-Henrietten-Stift Lehnin“, die der Krankenhausplan als Krankenhaus der Grundversorgung mit 55 Betten ausweist. Als einzige Fachabteilung wird eine Klinik für Innere Medizin betrieben. Teil dieser Klinik ist eine Abteilung für Palliativmedizin. Darüber hinaus besteht ein Versorgungsauftrag für die Akutgeriatrie, der ebenfalls im Rahmen der Klinik für Innere Medizin erbracht wird.

Anders als die Rehaklinik hat das Krankenhaus einen mit rund 10.000 Einwohnern sehr eingeschränkten Einzugsbereich, der es nicht erlaubt, die hohen Vorhaltekosten zu refinanzieren. Diese Problematik betrifft Krankenhäuser in ländlichen Regionen bundesweit.

Vor diesem Hintergrund beabsichtigt das Evangelische Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin

  • die Kapazität der Klinik für Geriatrische Rehabilitation auf rund 100 Plätze zu erhöhen.

  • die Palliativmedizin, die am Standort Lehnin und innerhalb des Standortkonzeptes eine besondere Bedeutung hat, als „Besondere Einrichtung"* mit ca. 10 bis 15 Betten weiter zu betreiben

  • das Krankenhaus als „Krankenhaus der Grundversorgung" mit Rettungsstelle für die Disziplin „Innere Medizin“ und einer Plankapazität von 55 Betten nicht fortzuführen.

Die Pläne sollen jetzt mit Gesundheitsministerium und Krankenkassen erörtert werden.

Die regionale medizinische Versorgung bleibt mit den Krankenhausstandorten in Brandenburg/Havel, Potsdam und Bad Belzig auf hohem Niveau und in angemessener Entfernung gewährleistet.

Die Mitarbeitenden wurden am Donnerstag, den 12. Dezember 2019 über die geplanten Veränderungen informiert. Allen in den Evangelischen Kliniken Luise-Henrietten-Stift Lehnin beschäftigten Kolleginnen und Kollegen ist eine Arbeitsplatzgarantie gegeben worden.

* siehe § 17b Abs. 1 Satz 10 Krankenhausgesetz

Begleitung und Betreuung von Menschen mit Demenz

Die Lehniner Beratungsstelle für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen des Evangelischen Diakonissenhauses Berlin Teltow Lehnin sucht für die Begleitung von Menschen mit Demenz in der Region Kloster Lehnin ehrenamtliche Helferinnen und Helfer.

Die Helferinnen und Helfer sollten zwei bis drei Stunden Zeit pro Woche für ihr Engagement mitbringen. Sie unterstützen bei der Freizeitgestaltung, lesen vor, sind Gesprächspartner und begleiten etwa bei Arztbesuchen. So entlasten sie auch pflegende Angehörige und ermöglichen ihnen ein wenig freie Zeit, zum Beispiel um Besorgungen zu machen oder um sich einfach etwas zu erholen.

Wer sich für ein solches Ehrenamt entscheidet, wird in einem rund 30-stündigen Seminar gründlich auf seine Aufgaben vorbereitet. Einmal monatlich treffen sich alle Ehrenamtlichen zur fachlichen Anleitung und zum Erfahrungsaustausch. Die Helferinnen und Helfer erhalten für ihren Einsatz eine Aufwandsentschädigung von sieben Euro pro Stunde und sind während ihrer Tätigkeit haftpflicht- und unfallversichert.

Weitere Informationen zu den Beratungsstellen für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen gibt es unter www.diakonissenhaus.de.

Kontakt: Antje Kirchhoff | Mobil: 0152 22543287 | E-Mail: antje.kirchhoff@diakonissenhaus.de

Erneut ausgezeichnet

- Evangelische Kliniken in Lehnin für Diabetespatienten geeignet

Menschen mit Diabetes müssen zuweilen wegen anderer Beschwerden ins Krankenhaus. Aber können sie immer sicher sein, dass sie dort mit ihrer Vorerkrankung optimal versorgt werden? Etwa bei einer auftretenden Unterzuckerung? In der Klinik für Innere Medizin, Palliativmedizin und Akutgeriatrie des Evangelischen Diakonissenhauses Berlin Teltow Lehnin können sie sich darauf verlassen: Die Einrichtung wurde jetzt von der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) bereits zum dritten Mal mit dem Qualitäts-Siegel „Klinik für Diabetespatienten geeignet“ ausgezeichnet.

Diabetes ist die Volkskrankheit Nr. 1 in Deutschland: Über sechs Millionen Menschen sind betroffen. Daher haben Ärzte und Pfleger in Kliniken sehr oft mit Patienten zu tun, die zusätzlich zu ihrer aktuellen Erkrankung noch einen Diabetes haben. „Patienten sollten darauf achten, dass das Personal in der Klinik sich auch mit Diabetes sehr gut auskennt“, sagt DDG-Präsidentin Frau Prof. Dr. Monika Kellerer. Dafür hat die DDG das Zertifikat „Klinik für Diabetespatienten geeignet DDG“ entwickelt, welches nun die Klinik für Innere Medizin, Palliativmedizin und Akutgeriatrie erhalten hat: „Die Klinik stellt eine fächerübergreifende Diabetes-Kompetenz sicher, von der die Patienten auf allen Stationen profitieren.“, sagt Kellerer.

Um das Siegel zu bekommen, musste das Lehniner Krankenhaus umfangreiche Maßnahmen nachweisen, unter anderem spezielle Schulungen für das Pflegepersonal, das Vorhandensein qualifizierter, Diabetes-erfahrener Ärzte, die für die Patienten auf allen Stationen die optimale Behandlung der Vorerkrankung Diabetes mellitus festlegen und ihre Kollegen fachübergreifend unterstützen.

Auf jeder Station sind mindestens zwei Pflegekräfte speziell geschult und unterstützen das Ärzteteam bei der optimalen Betreuung der Diabetespatienten. Auch bei Operationen und Narkosen wird die Diabetes-Erkrankung mitberücksichtigt. „So können viele Komplikationen für Patienten mit Diabetes im Vorhinein vermieden und die Patienten früher entlassen werden “, sagt Dr. Jens Peter Bork, der Chefarzt der Klinik, „Wir freuen uns über das Zertifikat der DDG als Bestätigung unseres Engagements für eine fachlich optimale Behandlung.“

Von den zusätzlichen Maßnahmen profitieren auch Patienten, deren Diabetes noch gar nicht entdeckt wurde. Denn bei jeder Neuaufnahme werden routinemäßig die Blutzuckerwerte kontrolliert. So werden auch neue Diabetesfälle entdeckt, durch die frühe Diagnose und rechtzeitige Therapie lassen sich Folgeschäden verhindern.