in Brandenburg an der Havel

„Wachet recht auff“ - EIN LUTHER-ORATORIUM

Uraufführung

Musik: Ralf Hoyer, Text: Kerstin HenselDas ist jetzt 500 Jahre her! Luther hat mit seinen Thesen einen ungeheuren Prozess der Veränderung in Gang gesetzt und doch spiegeln sich gerade auch seiner Person und in seinem Werk Irrtümer und Widersprüche. Vieles mutet uns allzu bekannt und vertraut an, so als hätten wir es erst gestern gehört oder erlebt. Klar ist: der unbeugsame Geist Luthers ist heute ebenso nötig wie zu seiner Zeit.Der Kirchenraum füllt sich mit Klang, es weht Vertrautes heran und gerät unversehens in Konflikt. Scheinbar Fremdes zieht heran und irritiert. Worte, Klänge, Gesten… Empörung, Trauer, Sehnsucht… Wut, Liebe, Entsetzen… Demut, Sarkasmus, Lebenslust… Machtgier und Hoffnung... die Musik kulminiert in großen Chören, eine Intensität die sich uns unmittelbar mitteilt und uns fesselt.„Ich bin so frei!“ - Getreu Luthers Motto nähern sich die Autorin und der Komponist Luthers Lebenswerk an, bedienen sich Luthers Worten und überlagern sie mit aktuellen Texten. Mit Zitaten der Musik aus den Chorälen der Lutherzeit wenden sie sich dem Zeitgenössischen zu.

Einführung

Der international renommierte Komponist Ralf Hoyer hat sich dem Leben und der Zeit Luthers mit einem großen Oratorium angenähert. Das spannende und dichte Werk knüpft damit bewusst an die Bach‘sche Tradition der großen Oratorien an. Dem Komponisten gelingt es, eine musikalische Sprache von unmittelbarer Wirkung zu sprechen. Es bedarf keines Musikwissenschaftsstudiums, um die Botschaft des Werkes zu verstehen. Mit ungeheurer musikalischer Intensität gelingt es, die Wirkungen und Konflikte seines Lebens bis in die Gegenwart sinnfällig werden zu lassen, so dass schon beim ersten Hören eine so starke Wirkung entsteht, der man sich kaum entziehen kann.Fünf Gesangssolisten, zwei Chöre, ein großes Symphonieorchester und ein Blechbläserensemble sowie die Orgel illustrieren eine Zeit, in der vor 500 Jahren die Reformation begann und die bis heute auch immer wieder zur Herausforderung wird.Das kluge, virtuos geschriebene Libretto hat die vielfach preisgekrönte Schriftstellerin Kerstin Hensel verfasst. Ein fesselnder Text, der in klarer, wahrhaftiger und phantasievoller Sprache die Lebensstationen Luthers, aber auch die Gegenwart einfängt.Die Uraufführung des Werkes im Brandenburger Dom verweist nebenbei auf einen historischen Zusammenhang: Erzbischof Albrecht von Brandenburg war zu Luthers Zeit ranghöchster geistlicher Würdenträger des römisch-deutschen Reiches und einer der wichtigsten und populärsten Gegenspieler Martin Luthers.Die Aufführungen am 16. 17. Und 23. September mit herausragenden internationalen Sängern, dem Vocalconsort Berlin (Echopreisträger 2013) dem Blechbläserensemble des Brandenburger und dem Chor des Halberstädter Domes sowie den Brandenburger Symphonikern wird von dem jungen französischen Dirigenten Aurélien Bello geleitet. Der Komponist hat für die einzigartige Wagner-Orgel des Domes einen bedeutenden Part geschrieben, der vom Potsdamer Organisten Tobias Scheetz gespielt wird.

Die maßgeblich vom Staatsministerium für Kultur und Medien und zahlreichen Stiftungen und Institutionen geförderte Aufführung wird der Höhepunkt der musikalischen Auseinandersetzung mit der Person und der Zeit Luthers im 500. Jahr der Reformation sein.

Aufführungen:

16.09.2017 / 18.00 UhrDom zu Halberstadt17.09.2017 / 17.00 UhrDom zu Brandenburg23.09.2017 / 19.30 UhrStadtkirche Bayreuth

Besetzung

Mi-Seon Kim, Sopran / Sarah van der Kemp, Mezzosopran / Johannes Grau, Tenor / Robert Elibay-Hartog, Bariton / Hubert Kowalczyk, Bass / Christian Steyer, Sprecher / Daniel Göritz, E-Gitarre / Tobias Scheetz, Orgel / Vocalconsort Berlin, Einstudierung Tobiaas Walenciak / Brandenburger Symphoniker (in Halberstadt und Brandenburg) / Kantorei Halberstadt, Leitung KMD Claus-Erhard Heinrich / Brandenburger Bläserchor, Leitung Domkantor Marcell Fladerer-Armbrecht / Thüringen Philharmonie Gotha (in Bayreuth) / Kantorei und Posaunenchor der Stadtkirche Bayreuth, Leitung Dekanatskantor Michael Dorn / Aurélien Bello, Dirigent

Förderung

Die Entstehung des Werkes und die Aufführungen werden gefördert von:Bundesministerium für Kultur und Medien „Luther 2017 – 500 Jahre Reformation“MWFK BrandenburgLand Sachsen-AnhaltKulturfonds BayernLeupold StiftungEKBODomstift BrandenburgKirchenkreis HalberstadtLutherdekade Bayern.Eine Kooperation des Kunststoff e V. mit dem Domen zu Halberstadt und Brandenburg, der und der Stadtkirche Bayreuth. In Zusammenarbeit mit der MusikAgentur Schönherr.Partitur und Aufführungsmaterial sind im Verlag EDITION GRAVIS erschienen.Die Dauer des Werkes beträgt ca. 90 Minuten.Ihre Rückfragen bitte an: Dr. Johannes Schönherr ⋅ 0177 2064238 ⋅ info@schoenherr-musik.de

Altes bewahren, Neues schaffen

Freundeskreis Orgelprojekt gründet sich  

Am 26.6. fanden sich auf Einladung des Kantors Fred Litwinski 30 Personen im Gemeindesaal der St. Katharinen-Kirchengemeinde zu einem ersten Treffen des Freundeskreises Orgelprojekt St. Katharinen zusammen. Mit ansteckender Begeisterung stellte Fred Litwinski gemeinsam mit dem Orgelsachverständigen des Evangelischen Kirchenkreises Mittelmark-Brandenburg, Winfried Kuntz, das Projekt vor.

Es geht um die Instandhaltung und Erweiterung der Orgel der St. Katharinen-Kirche in Brandenburg a. d. Havel. Die Orgelanlage muss dringend saniert werden. Das bietet die Gelegenheit, durch eine Registererweiterung und einen neuen, fahrbaren Spieltisch das Klangerlebnis einzigartig zu verbessern.

Die St. Katharinen-Kirche gehört zu den größten und bedeutendsten gotischen Backsteinkirchen Norddeutschlands. Ihre Orgel wurde 1726 vom berühmten Orgelbauer Joachim Wagner errichtet. Das barocke Gehäuse der Orgel ist bis heute erhalten und begeistert die Kirchenbesucher. Die Orgel selbst unterlag jedoch im Laufe der Geschichte einigen klanglichen Umgestaltungen, die häufig dem jeweiligen zeitgenössischen Musikgeschmack geschuldet waren.

Die anstehende Sanierung bietet die Gelegenheit, eine sinfonische Klangvielfalt zu ermöglichen und damit auch das Repertoire der mit den Orgeln zu spielenden Musik zu erweitern. Schon jetzt sind die sommerlichen Orgelkonzerte in St. Katharinen Anziehungspunkt für Musikliebhaber aus nah und fern. Durch die vorgeschlagene Erweiterung könnte auch romantische sowie moderne angelsächsische und französische Orgelmusik stilgerecht aufgeführt werden. Ein fahrbarer Spieltisch, der im Kirchenraum stehen würde, böte die Möglichkeit, mit mehreren Organisten oder auch mit einem Orchester gemeinsam zu spielen. Dabei blieben die vorhandenen Spieltische an den Orgeln erhalten, aber der neue fahrbare Spieltisch ermöglicht mehr musikalische Vielfalt und bietet gleichzeitig dem Publikum die Möglichkeit, den sonst weit entfernt an der Orgel sitzenden Organisten direkt und unmittelbar beim Orgelspiel zu erleben.

Im Anschluss an die Vorstellung des Projektes entspann sich eine lebhafte Diskussion zu den Möglichkeiten, dieses ambitionierte Vorhaben zu unterstützen. Neben Eigenmitteln und einzuwerbenden Fördergeldern wird auch private Unterstützung benötigt. Es wurde ein bereits realisierter Aufsteller für die St. Katharinen-Kirche vorgestellt. Dieser soll in der Kirche stehen und die Besucher über das Projekt informieren. Ebenso gibt es Flyer, die vom Freundeskreis nun an weitere mögliche Unterstützerinnen und Unterstützer verteilt werden. Intensiv wurden weitere Ideen zur Öffentlichkeitsarbeit diskutiert. Bereits jetzt unterstützen prominente Persönlichkeiten das Projekt und es sind für 2018 schon mehrere Benefizkonzerte zugesagt.

Prominente Unterstützer des Vorhabens sind die Oberbürgermeisterin der Stadt Frau Dr. Tiemann, Kreuzkantor Roderich Kreile, der Organist Prof. Matthias Eisenberg und der weltbekannte Trompeter Prof. Ludwig Güttler. Für das Gesamtvorhaben wird eine Summe von 650 000 € benötigt.

Der Freundeskreis stellt sich einer ambitionierten Herausforderung. Das Projekt bringt nicht nur für die St. Katharinen-Kirche sondern auch für die Stadt Brandenburg ein neues hochattraktives Klangerlebnis. Daher soll es intensiv in der Bevölkerung bekannt gemacht werden, um zu einem Projekt aller zu werden.

Freundeskreis Orgelprojekt ⋅ St. Katharinen Brandenburg ⋅ Dr. Beatrix Wuntke 

Mehr Informationen erhalten sie hier.

Musik in Kirchen – Kirchenmusik,

dieses kleine Wortspiel hat in unserer alten und schönen Stadt eine große Bedeutung und jahrhundertlange Tradition.

Wir freuen uns, Ihnen den aktuellen Konzertplan 2017 vorstellen zu können und hoffen, erneut Ihr Interesse an unserer Arbeit zu wecken. Inhaltlich erwarten Sie wiederum ein breites Spektrum verschiedenster Besetzungen und sehr unterschiedliche Stile.

Wir freuen uns sehr, dass es gelungen ist, die Sanierung der großen Schuke-Orgel in der St. Gotthardtkirche finanziell abzusichern. Ab dem Osterfest erklingt das wertvolle Instrument wieder in altem, neuem Glanz. Die Hauptorgel der St. Katharinenkirche mit ihrer bewegten Geschichte wird in diesem Jahr 80 Jahre alt. Diesen Gedanken nimmt die 21. SOMMER-ORGEL-NACHT auf.

Am Dom steht in diesem Jahr der Gedanke der Wiederverwendung im Fokus des Geschehens. In vielen Konzerten (so zum Beispiel bei allen Orgelkonzerten) werden den Zuhörern Bearbeitungen begegnen. Kontrafakturen werden beim Kantatenkonzert am 15. Juli dargeboten. Johann Sebastian Bach war ein Meister in dieser Kunst. Schließlich haben wir unsere Kammermusikreihe am Dom ausgeweitet. Im Kreuzgang, in der Domaula, in der Petrikapelle oder im ältesten Teil des Domes – der Krypta – können Sie die Künste der kleinen Besetzungen bestaunen.

Im Bereich der Kirchenmusik sind wir nun drei Mitarbeitende. Suhyun Lim ist seit dem vergangenen Sommer Kirchenmusikerin in Brandenburg und hat ihren Arbeitsschwerpunkt bei dem Singen mit Kindern und beim Orgelspiel zu den verschiedensten Gelegenheiten.

Am Ende des Heftes finden Sie Informationen zu den bestehenden kirchenmusikalischen Ensembles, die sich jederzeit über weitere Mitglieder freuen!

Das kirchenmusikalische Ausbildungszentrum wendet sich an Menschen aller Altergruppen, die das Orgelspiel erlernen wollen. Informationen hierzu sind ebenfalls am Schluss des Heftes zu finden.

Wir freuen uns, Sie bei den Konzerten begrüßen zu dürfen!


Ihre

Suhyun Lim, Marcell Fladerer-Armbrecht und Fred Litwinski