Berichterstattung an Synode

Der Superintendent berichtet der Synode regelmäßig über die Arbeit im Kirchenkreis, finanzielle und personelle Situation, allgemeine Entwicklung, konzeptionelle Vorstellung, Perspektiven und Visionen.

Das Berichtswesen unterscheidet den Rechenschaftsbericht und den Zwischenbericht.

Auf der Frühjahrssyode gibt der Superintendent einen Rechenschaftsbericht über das abgelaufene Jahr ab, in dem die über die Umsetzung von Vorhalben, Erreichung von gesetzten Zielen und allen relevanten Personal-, Finanz-, Struktur- und Rechtsangelegenheitn informiert wird . Auf der Herbstsynode erfolgt dann ein Zwischenbericht, der die aktuelle Entwicklung im laufenden Jahr skizziert..

Diese Berichte sind - beginnend mit der Herbstsynode 2014  hier veröffentlicht.

Bericht - Frühjahrssynode 2017

Der Wochenspruch dieser Woche stammt aus dem Johannesevanglium:

Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht. Joh 12,24

Das Bildwort, für jeden Hobbygärtner oder Landwirt einleuchtend, wird dem Evangelisten zur Erklärung der Passion Jesu. Jesus stirbt am Kreuz. Doch er bleibt nicht im Tod, sondern sein Vater erweckt ihn aus den Toten, und neues Leben gelingt. An so einem Tag, wie heute, können wir das Wiedererwachen recht gut nachvollziehen. Etwas muss sterben, damit Neues entsteht. Schmerz,Trauer, Neuanfang irgendwie gehört es also zusammen. Diese Erfahrung machen wir immer wieder in unseren Gemeinden und in unserem Kirchenkreis. Auf der heutigen Synode haben wir uns damit beschäftigt, was da vielleicht aufgegeben werden kann oder auch muß, um Neues wachsen zu lassen.Gewähren wir es? Ich bin gespannt.

Am Anfang meines Berichtes, möchte ich Ihnen einige Zahlen vorstellen. Im vergangenen Jahr sind wir nicht ganz so stark geschrumpft. 203 Gemeindeglieder weniger zählte das KVA Potsdam. In den Jahren zuvor waren es stets um die 400. 211 Taufen erlebten die KGn in unserem KK. 235 Gemeindeglieder verstarben, und 188 verließen unsere Kirche. 

Auch im vergangenen Jahr hat sich der KKR einmal im Monat versammelt, um die Belange des Kirchenkreises zu verhandeln und zu lenken. Ich freue mich immer wieder über die gute Zusammenarbeit und das Engagement der Mitglieder, wohlwissend, dass es nicht immer leicht ist, die zusätzliche Zeit zu erübrigen. Nur einmal mußten wir aufgrund eines Unwetters die Sitzung absagen.

Im Januar trafen wir uns zur alljährlichen Klausur in Neuseddin. 

Wo stehen wir? Wie geht es weiter?

Diese Fragen beschäftigten uns dort. Hauptschwerpunkt waren die Ergebnisse der AG Struktur und wie sie in den Regionen umgesetzt werden können. Die ersten Schritte wurden in den im Februar stattgefundenen Regionalkonferenzen gemacht. Dort wurden die Ergebnisse vorgestellt und erste Konsequenzen angedacht. Zugegebenermaßen kamen dieser Veranstaltungen einer „Druckbetankung“ (Zitat eines Teilnehmers) gleich.

Es wurde sehr schnell klar: das kann nur der Auftakt für einen länger andauernden Prozeß sein. Heute war der zweite Schritt. Mittlerweile haben sich die angeregten Regionalbeiräte, außer in einer Region, konstituiert. Hier sind die Regionen in unterschiedlichen Geschwindigkeiten und Intensitäten unterwegs.

Weitere Themen waren die Umsetzung der Beschlüsse aus der Herbstsynode, wie der Einrichtung und Erstellen der Kriterien für den Orgel-, Reformations- und Technikfonds.Der Orgelfonds hat bereits etliche Gemeinden motiviert, entsprechende Anträge an den KKR zu stellen. Allerdings fiel der AGHF auf, dass die Anträge nicht vollständig waren. Es fehlte oft ein zweites oder gar drittes Kostenangebot einer Orgelfirma. An diese Vorgabe sind wir aber lt. kirchlicher Bauordnung gebunden. Sehr schön und lobenswert ist die Zusammenarbeit mit Kantor Kuntz und dem Kreiskantor Oppelt.

Als eine größere Baustelle wird sich die angedachte Zusammenlegung unserer beiden Diakonischen Werke Brandenburg an der Havel sowie Potsdam-Mittelmark erweisen. Eine AG Diakonie hat dieArbeit aufgenommen und wird einen Zeitplan erstellen und die Fusion ausloten, vorbereiten und gestalten. Das Ziel so einer Fusion ist eine Konzentration der Vorstandsarbeit und der Arbeitsfelder, die die beiden DWs gegenwärtig bedienen.

Das kreiskirchliche Engagement in der Flüchtlingsarbeit hat sich sehr gut entwickelt. Vierteljährlich ließ sich der KKR über die Arbeit berichten. Es wurde sehr schnell ersichtlich, dass diese Arbeit einem ständigen Wandel unterzogen ist. Von den Mitarbeitenden wird da ein Höchstmaß an Flexibilität verlangt. Vielen Dank an die beiden Mitarbeitenden Frau Baptist und Frau Böer. Zwar sind die Zahlen der neuangekommenen, geflüchteten Menschen stark gesunken, aber die Arbeit der Integration ist nicht minder geworden. Die Brandenburger sind dabei anders aufgestellt als die Belziger. Das soll keine Wertung sein. In beiden Einrichtungen wird eine hervorragende Arbeit geleistet. Da die Stellen Ende des Jahres auslaufen, müssen wir uns Gedanken machen, ob und wie wir die Arbeit weiter unterstützen wollen und können.

Nach anfänglichen Startschwierigkeiten wurde der Reformationsfonds gut angenommen. Insgesamt 60.000 Euro konnten an 23 eingereichte Projekte recht unterschiedlicher Couleur vergeben werden.Ein „Nebenprodukt“ wird die Erstellung einer DVD (Lutherklang) sein, die unseren Kirchenkreis in vielfältiger Form, aber vor allem mit Musik präsentieren wird. Kreiskantor Oppelt hat dort den Hut auf und wird von Frau Maetz logistisch unterstützt. Die DVD wird dann ab Pfingsten zur Verfügung stehen. Wir freuen uns darauf.

Über den Technikfond haben wir bereits berichtet. Herr Johannes Becker, den wir zunächst befristet als neuen Mitarbeiter angestellt haben, wird die geplante technische Ausstattung der Mitarbeitenden und der Gemeindebüros mit seinem Fachverstand organisieren.

Mit großem Interesse wurde unser alljährlicher Ältestentag im Februar angenommen. 60 Älteste ließen sich über den Rechtsextremismus und Populismus in unserem Kirchenkreis informieren. In den sich anschließenden Arbeitseinheiten zu verschiedenen Arbeitsfeldern wurde wieder rege diskutiert. Der personelle Wechsel in AGHF, nach dem Rücktritt des langjährigen Vorsitzenden Herrn Gottschalk, ist m.E. sehr gut gelungen. Herr Biedermann und Herr van Lessen haben sich hervorragend eingearbeitet.

Einen Neustart gibt es auch in der Lektorenarbeit unseres Kirchenkreises. Pfn. Filicitas Haupt wird aller Voraussicht nach noch in diesem Jahr einen neuen Lektorenkurs beginnen. Die entsprechendenInformationen sind dieser Tage in die Pfarrbüros geschickt worden. Unterstützen wird die Arbeit Pfn. J. Rumpel, GP Ute. Baaske und Pfarrer Dr. M. Gestrich.

Was gibt es Neues aus den Gemeinden?

Über die eventuelle Zusammenarbeit der Kirchgemeinde Werder mit dem EKMB haben wir bereits berichtet. Nach dem Eintritt in den Ruhestand von Pfarrer Gramsch sind die Gemeinden des PfarrbereichesBrandenburg Ost in die umliegenden Pfarrbereiche aufgeteilt worden. Allerdings haben sich noch ein paar Änderungen ergeben. Die KG Göttin ist nicht wie ursprünglich nach Golzow Planebruch gewandert, sondern orientiert sich nach St. Katharinen, BRB an der Havel. Ebenso die KG Schmerzke. Hier war erst eine Zuordnung nach Netzen angedacht.Seit dem 1.2.2017 ist die Gemeinde Golzow-Planebruch vakant. Nach der ersten erfolglosen Ausschreibung habe ich die eine erneute Ausschreibung im Amtsblatt veranlaßt. Ebenso erging es uns so mit der Ausschreibung der vakanten Pfarrstelle Stücken. 

Sie sehen, liebe Synodale, es wird immer schwieriger Pfarrstellen auf dem Lande zu besetzen. Umso wichtiger sind die Anregungen unserer heutigen Diskussion.

Das Pfarrstellenbesetzungsverfahren am Dom in Brandenburg / Havel läuft noch. Aber ich bin guter Hoffnung, dass wir bald eine entsprechende Person präsentieren können.Erfreulich ist, dass wir morgen, am 2. April, Pfarrer Dirk Matthies in die Pfarrstelle Schlalach einführen können. Damit hat ein langer, langer Weg ein gutes Ende gefunden.Ebenso ist die Pfarrstelle Lütte-Ragösen mit Pfn. Dr. Dorothea Sitzler-Osing seit 1. Januar 2017 wieder besetzt. Hier haben wir einen sehr schönen Einführungsgottesdienst gefeiert.

Die Anstellung von Herrn Johannes Becker habe ich bereits erwähnt. Eine Umstrukturierung wird es auch ab Mai im Supturbüro geben. Frau Sobeck mit 20% RAZ wird zunächst befristet an das KVA abgegeben. Die Ephoralsekretariatsstellen von insgesamt 170% werden sich ab 1.Mai zu gleichen Teilen Frau Stumpe und Frau Fischer teilen. Die freigewordene Stelle im Cafe Contakt wird nach einer Ausschreibung mit Frau Juliane Menzel besetzt. Das ganze Stellenkarussell ist zunächst befristet, aber mit dem erklärten Ziel einer Entfristung.

Dringender denn je stellt sich die Frage nach einem eigenen festen Ort und Gebäude für unseren Kirchenkreis. Mit dem EDBTL sind wir darüber seit geraumer Zeit im Gespräch. Vielleicht fragen sicheinige von Ihnen, benötigen wir so etwas? Ich kann nur sagen, dass die Arbeitsbedingungen in der Suptur, für die Ausschüsse, dem KKR, und die Kreisverantwortlichen suboptimal sind. Auch die Suchenach Räumen für unsere Mitarbeiterkonvente gestaltet sich immer schwieriger und aufwendiger.

Eine gute Nachricht habe ich mir für den Schluß aufgehoben. Seit heute gibt es neue Bestimmungen für das sogenannte Arbeitgeberüberlassungsgesetz. Dieses ermöglicht aller Wahrscheinlichkeit nach nun eine unkompliziertere Anstellung von Gemeindesekretärinnen in mehreren Kirchgemeinden, als Körperschaften öffentliches Rechtes.

Heute haben wir den ersten April und der Deutsche Evangelische Kirchentag in Berlin, Potsdam und der Abschlußveranstaltung in Wittenberg sind nicht mehr weit. Ich habe Ihnen entsprechende Informationen mitgebracht. Ich lade sie recht herzlich bei 20 Grad und Sonne zu dem Abschlußgottesdienst nach Wittenberg ein. Ich kann Ihnen versprechen, es wird ein unvergesslichesErlebnis, denn 500 Jahre Reformation erlebt man nur einmal.

Bericht - Herbstsynode 2016

Liebe Schwestern und liebe Brüder,

in den Herrnhuter Losungen lesen wir als Lehrtext für den heutigen Tag ein Wort aus dem Römerbrief „Der Gott der Geduld und des Trostes gebe euch, dass ihr einträchtig gesinnt seid untereinander, Christus Jesus gemäß, damit ihr einmütig mit einem Munde Gott lobt, den Vater unseres Herrn Jesus Christus.“ Röm 15,5-6


Welch ein schönes Wort für eine Kreissynode, welch ein inspirierendes Wort für einen Kirchenkreis. 


Dieses Wort richtet der Apostel Paulus an eine Gemeinde, die durchaus sehr kontroverse Auffassungen über die Art und Weise des christlichen Glaubens besitzt. Streiten ist nicht verboten, im Gegenteil; aber um der Sache, dem Lobe Gottes willen, sollen wir um einen Ausgleich bemüht sein.


Ich kann sagen, das ist uns in großen Teilen in der Arbeit unseres Kirchenkreises gelungen. Ich denke da an neu zu gestaltende Pfarrbereiche oder an neu zu entwickelnde Arbeitsbereiche. Ich bin für diese Entwicklung sehr dankbar. Es ist die Erfahrung, dass durch eine gute Kommunikation vieles geklärt werden kann. Danken möchte ich allen, die mitgeholfen haben, dass Kommunikation immer wieder gelingt.


Nachdem wir auf der letzten Frühjahrsynode Leitlinien für unsere vier Regionen verabschiedet haben, konnten sich bis zum 31.10. die Regionalbeiräte konstituieren. In etlichen Pfarrbereichen sind die AnsprechpartnerInnen benannt.  


Immer wieder tauchten dabei Fragen auf, warum diese Beiräte denn nötig seien. So erlauben Sie mir bitte, dieses noch einmal zu erklären.


Unser Kirchenkreis ist in seiner flächenmäßigen Ausdehnung sehr groß. Die jeweiligen Regionen geben nun die Möglichkeit, in überschaubaren Dimensionen kirchliche Arbeit im Zusammenspiel von Haupt- und Ehrenamt zu denken. Deshalb nenne ich die Regionen lieber Gestaltungsräume. Sie sind - mit Christian Fuhrmann gesprochen - zuerst strategischer Natur, „um auf die vielfältigen Konsequenzen des Strukturwandels zu reagieren“.[1] Der Strukturwandel vollzieht sich, ob wir das wollen oder nicht. Und er vollzieht sich in unseren Regionen unterschiedlich. Die Gemeindegliederzahlen sinken nach wie vor um 2-3% im Jahr.


Gleichzeitig haben wir als Kirche einen Missionsauftrag. Gehet hin in alle Welt. (Mt 28)

Wie kann das gelingen, wenn an so vielem festgehalten wird, was uns lieb und teuer ist? Die Frage ist zu stellen, was hindert und was fördert eine erfolgreiche Mission?


Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten, weil die Rahmenbedingungen sich permanent ändern.

Die anderen Fragen: Wie nehmen wir auf diesem Weg die Gemeinden mit?

Wie erreichen wir die Menschen unter uns, die älter sind oder an neueren Prozessen nicht so interessiert sind?

Ich möchte die Diskussion jetzt nicht führen, aber wir müssen uns diesen Fragen stellen.

Dazu sollen die sogenannten Regionalbeiräte dienen. Sie könnten so etwas wie eine Ideenschmiede werden. Kreativität und Gestaltungswille ist da gefragt.

Für regionale Projekte stellt der Kirchenkreis erneut 2500 Euro pro Region zur Verfügung.

Die AG Struktur wird auf der nächsten Frühjahrsynode ihr Ergebnis vorstellen. Doch schon jetzt zeichnet sich eine Richtung ab. Wir sind gut aufgestellt. Trotz sinkender Gemeindegliederzahlen, sind Mehreinnahmen durch Kirchensteuern zu verzeichnen. Noch. Gott sei Dank. Gleichzeitig haben wir Mehrausgaben durch Tarifsteigerungen und geringeren oder geringere Zuschüsse von Dritten.

Aber wir haben noch gut Zeit um unter guten Rahmenbedingungen eine Struktur der Zukunft unserer Kirche zu gestalten. Die AG kann allerdings nur das Werkzeug liefern. Die Zahlen sind als solches tot, verschiebbar. Aber sie sind auch ernüchternd, ehrlich. Ich möchte Sie ermuntern, mitzuarbeiten und sich einzubringen. Die Zahlen müssen sozusagen mit Leben gefüllt werden.

Im Vorfeld der Frühjahrsynode werden die ersten Erkenntnisse der Arbeit der Struktur AG, zugeschnitten auf die einzelnen Regionen, auf sogenannten Regionalkonferenzen vorgestellt. Regionalkonferenzen sind die einzelnen Regionalbeiräte mit der möglichen Erweiterung für interessierte Gemeindeglieder und Mitarbeitende.

Das war nun schon ein Blick in die Zukunft, jetzt sei noch ein Blick auf das letzte halbe Jahr erlaubt.

Mitte des Jahres konnten wir nun endlich zwei neue Jugendmitarbeiter einstellen. Herrn J. Schneider mit 50% RAZ in der Region Belzig und Frau S. Saaro für die Region Lehnin und für die kreiskirchliche Jugendarbeit. Die beiden Mitarbeitenden sind bereits gut unterwegs und haben sich in den Gemeinden bekanntgemacht. So fehlt jetzt nur noch die 50% Stelle in dem Bereich Beelitz / Treuenbrietzen. Diese soll Anfang des Jahres in Zusammenhang mit der 50% Pfarrstelle in Stücken ausgeschrieben werden.

Mit Frau Saaro als kreiskirchliche Jugendreferentin ist nun der angedachte Leitungskreis vollzählig. Er besteht aus den zwei stellvertretenden Superintendenten, und den jeweiligen Kreisbeauftragten für Kirchenmusik, Arbeit mit Kindern, Jugend und meiner Wenigkeit. Dieses Gremium hat einen Überblick im Kirchenkreis und kann die Entscheidungen im KKR gut vorbereiten.   

Im Cafe Contakt gab es einen Mitarbeiterwechsel. Herr Chr. Threinis hat sich beruflich verändert. Nach einer wiederholten Ausschreibung konnte dann schließlich Chr. Kuhmlehn gewonnen werden. So ist das Team nun wieder komplett.

Eine weitere neue Mitarbeiterin können wir in der Region Lehnin, insbesondere in Bliesendorf begrüßen. Frau Döhring hat dort die Arbeit einer Gemeindehelferin für die Arbeit mit Kindern aufgenommen. Sie wird sich als Gemeindepädagogin ausbilden lassen. Hier zeichnet sich das Problem ab, was sich schon im Arbeitsfeld mit Jugendlichen andeutete. Es gibt gegenwärtig kaum qualifiziertes Fachpersonal auf dem Markt. Mit der Anstellung sorgt der KK, natürlich mit entsprechender Begleitung, selbst für die Mitarbeitergewinnung.

Die Arbeit unserer beiden Mitarbeiterinnen in der Flüchtlingsarbeit hat sich sehr gut etabliert. Der KKR lässt sich regelmäßig über den Werdegang der Arbeit unterrichten. Es stellen sich dabei zwei sehr unterschiedliche Ansätze der Arbeit heraus. Ich danke Frau B. Boer und Frau I. Baptist für ihren Einsatz und Engagement. Aber ich danke auch den Helferinnen und Helfern in vielen Gemeinden, die oft ganz still und leise diese diakonische Arbeit wahrnehmen.

In der Lektorenarbeit wird es eine Veränderung geben. Herr Pf. Dr. M. Gestrich hat aus gesundheitlichen Gründen gebeten, die Organisation dieser Arbeit abgeben zu dürfen. Dankenswerterweise haben sich Pfn. J. Rumpel, Pfn. Haupt sowie GP U. Baaske bereiterklärt in einem Team diese wichtige Arbeit mit Herrn Gestrich weiterzuführen und neu aufzustellen.

In den Ruhestand haben wir jeweils mit einem feierlichen Gottesdienst Kolleginnen und Kollegen in den Ruhestand verabschiedet, am 16.05. Pfarrerin B. Koschny-Lemke in Stücken, am 4.09. Pfarrer J. Viebeg in Töplitz, am 30.10. Pfarrer Magister R. Gramsch in Krahne.

Die Gemeinden des Pfarrbereiches Brandenburg Ost werden nun auf die umliegenden Pfarrstellen aufgeteilt.

Pfarrer J. Börsel wurde am 28.08. in St. Katharinen, Brandenburg/Havel eingeführt.

Im Pfarrbereich Töplitz wurde Pfarrerin i.W. A. Gaedt mit 75% DU seit 1.09. mit der Verwaltung der Pfarrstelle beauftragt.

In Absprache mit den Gemeindekirchenräten des Pfarrbereiches Schlalach habe ich dieser Tage den Antrag an das Konsistorium gestellt, diese Stelle mit Pfarrer D. Matthies zu besetzen. Er hat seit über einem Jahr diese Stelle bereits verwaltet.

Für die vakante Stelle Lütte-Ragösen hat sich sehr überraschend eine Lösung gefunden. Am 4.12., also dem zweiten Advent stellt sich Pfarrerin Dr. D. Sitzler-Osing mit einem Gottesdienst und einem Predigtnachgespräch den Gemeinden vor. Wenn alles gut geht, dann kann sie bereits am 1.1.2017 ihren Dienst in Lütte Ragösen beginnen. An dieser Stelle danke ich allen Kollegen, aber vor allen den ehrenamtlichen Mitarbeitenden, die das Gemeindeleben während dieser längeren Vakanzzeit aufrecht gehalten haben.

Weit weniger befriedigend hat sich die Besetzung der Dompfarrstelle in BRB an der Havel gestaltet. Nachdem der vom Konsistorium präsentierte Kandidat Gemeindepädagoge T. Ziemann aufgrund des zu erwartenden mangelnden Vertrauens des GKR seine Bewerbung zurückgezogen hat, kam es zu einer erneuten Ausschreibung der Stelle. Das Verfahren läuft noch. Ich hoffe nun, dass in dieser Runde ein Einvernehmen zwischen Domkapitel und Gemeinde eingeholt werden kann.

Die Beauftragung von Pfarrer Lippold wurde vom Konsistorium zum 30.09. beendet. Als Vakanzvertreterin steht nun Pfarrerin I. Ahrens Cornely dankenswerter Weise zur Verfügung.

Über den Sommer wurde der große Pfarrsprengel Lehnin mit den sieben Pfarrbereichen aufgelöst. Gerade in den Pfarrstellenbesetzungen war der große Pfarrsprengel recht umständlich. Immerhin mußten 104 wahlberechtigte Menschen zusammengeführt werden. Das ist mehr als die Anzahl dieser Synodenmitglieder. Es haben sich nun vier kleinere Sprengel gebildet. Die damals angedachte gemeindliche Zusammenarbeit soll über die Region fortgeführt werden.

Sie hören, es tut sich etwas in unserem Kirchenkreis. Und das ist gut so. Ich freue mich und bin dankbar, hier Dienst tun zu dürfen. Ich danke Ihnen allen für Ihr Vertrauen, alle Mitarbeit, alles Mitdenken und konstruktives Gestalten, Ihnen den Ältesten, und Ihnen den Mitarbeitenden.

Ein besonderer Dank gilt dem Präsidium der Synode für die immer besser werdende Zusammenarbeit, den Mitgliedern des KKR, sowie dem Büroteam, ohne die ich so manches Mal aufgeschmissen wäre.

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.

Superintendent S.-Thomas Wisch, Kloster Lehnin


[1] Leuchtfeuer oder Lichternetz, S.60, Neukirchen-Vluyn 2012

Bericht - Frühjahrssynode 2016

Liebe Schwestern, liebe Brüder,
einmal im Monat trifft sich der Kreiskirchenrat, wie die GO es in § 23 vorschreibt, zu Beratungen. Die Sitzungen haben in der Regel eine lange Tagungsordnung. In regelmäßigen Abständen werden VertreterInnen von verschiedenen Arbeitsbereichen als Gäste eingeladen. So hatten wir im vergangenen Jahr GP U. Mosch zur Jugendarbeit, Diakonin Bärbel Böer und Frau Ines Baptist zur Arbeit mit Flüchtlingen, Herrn Tobias Köhler, als neu gewählter geschäftsführender Vorstand des KVAs, Frau GP Bettina Radcke zur Arbeit mit Kindern und VertreterInnen unserer beiden Diakonischen Werke zu Besuch. Sie berichteten nicht nur von ihrer Arbeit, sondern es wurden Probleme angesprochen und an Lösungen gearbeitet.Anträge aus den Kirchgemeinden haben vor den Sitzungen die entsprechenden Arbeitsgremien durchlaufen, wurden mit Voten ausgestattet, um dann dem KKR zur Abstimmung vorgelegt zu werden. Dieser Ablauf hat sich mittlerweile gut etabliert, wenn es nicht hier und da noch Optimierungen geben könnte. Es ist so manches Mal schon eine Herausforderung, sich durch die Tagesordnung mit den Anträgen, Begründungen und Beschlussvorlagen durchzukämpfen, um dann sachgerecht votieren zu können. Ich bin allen Menschen sehr dankbar, die dafür ihre Energie und Zeit einsetzen.  

Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass es aufgrund der Fülle der Aufgaben und Entscheidungen gut ist, sich neben den monatlichen Sitzungen zu einem Klausurwochenende im Januar und einem Klausurtag im September zu treffen. Auf diesen berät der KKR mit VertreterInnen der Arbeitsgemeinschaften über den Stand und Entwicklungen im Kirchenkreis. 

Gut bewährt hat sich die enge Abstimmung mit dem Präsidium der Kreissynode unseres Kirchenkreises. Angesichts der starken beruflichen Beanspruchung der ehrenamtlich Arbeitenden im Präsidium ist das nicht selbstverständlich und ich möchte mich an dieser Stelle ausdrücklich für die Zusammenarbeit bedanken. 

Regionen
Auf der Herbstsynode 2015 haben wir unseren großen Kirchenkreis in sinnvolle Arbeitseinheiten aufgeteilt. Vier Regionen sind die künftigen Gestaltungsräume, die ein übersichtliches Arbeiten der Mitarbeitenden mit und in den Gemeinden ermöglichen. Auf der heutigen Synode haben wir Ihnen die Leitlinien für die Regionen vorgestellt. Die Regionalbeiräte sollen sicher stellen, dass ehrenamtlich und hauptamtlich Mitarbeitende ins Gespräch kommen und Visionen der Zusammenarbeit und Ausrichtungen für ihre jeweiligen Regionen entwickeln. Das ist auch der Ort, wo über die Umsetzung des Jugendmitarbeiterkonzeptes nachgedacht werden soll.

Verwaltung
Ende Januar diesen Jahres haben wir in einem festlichen Gottesdienst unsere langjährig tätige KVA-Leiterin Frau Christina Zappe in Potsdam in den Ruhestand verabschiedet. Sie hat ja so manche Kirchenkreisfusion mitgestaltet und mit wohl 27 Superintendenten zusammengearbeitet. Es ist sehr erfreulich, dass wir mit Herrn Tobias Köhler gleich einen Nachfolger gefunden haben. M.E. hat er sich bereits hervorragend in die ihm fremden Strukturen eingearbeitet. Als ständiger Gast im KKR wird er auch unserem Kirchenkreis beratend zur Seite stehen. 

Flüchtlingsarbeit
Mit den Besetzungen der zwei Mitarbeiterstellen in unseren beiden Diakonischen Werken für die Koordinierung der ehrenamtlichen Arbeit mit geflüchteten Menschen ist der Beschluss der letzten Synode in die Tat umgesetzt. Die beiden Mitarbeiterinnen haben bereits von ihrer Arbeit berichtet. Sie machen dabei die Erfahrung, dass Kirchgemeinden ganz unterschiedlich mit dieser Arbeit auf dem Weg sind. Hier bedarf es viel Fingerspitzengefühl, was, wo und wann angemessen ist. Drei Beobachtungen habe ich in den letzten Wochen bei einzelnen Kirchgemeinden machen dürfen. 1. Lässt sich eine Kirchgemeinde auf eine Willkommens- und Integrationskultur ein, wird sie in ihrem Selbstverständnis angefragt. (spirituell und diakonisch) Sie entdeckt ihre ureigene diakonische Aufgabe.  2. Kirchgemeinden in der sogenannten Flüchtlingsarbeit eröffnen neue Horizonte in der Zusammenarbeit mit den Kommunen und kirchenfernen Menschen. 3. Es besteht die Gefahr der Überlastung bzw. Schwerpunktverschiebung in der Gemeindearbeit. Darüber muss geredet werden.Durch die Aufstockung des Haushaltspostens Flüchtlingshilfe auf über 6000 Euro hilft der Kirchenkreis auf Antrag Gemeinden bei dieser besonderen Herausforderung.Für die angedachte synodale AG FluMi (Flucht und Migration) gibt es anscheinend gegenwärtig keinen Bedarf. 

Arbeit mit Kindern
Vor einem Jahr hat Gemeindepädagogin Bettina Radcke ihre Arbeit als Kreisbeauftragte für die Arbeit mit Kindern aufgenommen. Sie hat sich gut in ihr Leitungsamt eingearbeitet und wird von den Kolleginnen akzeptiert. Bettina Radcke koordiniert den Einsatz der Mitarbeiterinnen, ist erste Ansprechpartnerin für Kirchgemeinden und Mitarbeitende, bietet und organisiert Fortbildungen im ehrenamtlichen und hauptamtlichen Bereich.

Arbeit mit Jugendlichen
In der Umsetzung des Synodenbeschlusses zur Jugendarbeit kommen wir in sehr kleinen Schritten voran. Die 50% Mitarbeiterstellen für Jugendarbeit im Belziger Bereich konnten wir mit Herrn Jan Schneider besetzen. Er wird einigen Synodalen aus der Arbeit des CVJMs in diesem Bereich bekannt sein. Er wird seine Stelle am 1. Juli antreten.Leider musste die Ausschreibung der Mitarbeiterstelle in Lehnin und der 50%igen Kreisbeauftragung wiederholt werden, da die erste nicht erfolgreich war.Die Jugendpfarrstelle in Brandenburg wurde um weitere vier Jahre verlängert. Diese Stelle hat bekanntlich Gemeindepädagogin Ulrike Mosch inne. Der Kirchenkreis hat im Frühjahr ein Jugendprojekt in Bad Belzig mit 10 000 Euro unterstützt. Unter der Federführung des dortigen CVJM ist in der Nähe des Gymnasiums Bad Belzig ein Jugendtreff als Cafe entstanden. Künftig soll dort auch kreiskirchliche Jugendarbeit stattfinden. 

Kirchenmusik
Mit der heutigen Wahl von Herrn Gerhard Oppelt zum Kreiskantor sind wir einen wichtigen Schritt in der Kirchenmusik vorangekommen. Wir wünschen Herrn Oppelt ein gutes Händchen und Gottes Segen für die neue Arbeit. Mit ihm soll weiter an der Konzeption für Kirchenmusik in unserem Kirchenkreis gearbeitet werden.Das landeskirchliche Ausbildungszentrum für Kirchenmusik in Brandenburg /Havel hat mittlerweile seine Arbeit aufgenommen. Der erste Kurs wird bereits von Herrn Fred Litwinski und dem Domkantor Marcel Fladerer-Armbrecht ausgebildet. Zur Kompensation wurde eine 25% in Verbindung der 50% noch vakante Stelle für Kirchenmusik ausgeschrieben. Es bedurfte dreier Anläufe um schließlich Frau Suhuyn Lim für diese Stelle zu finden. Sie fängt ihren Dienst am 1. Juni an. Frau Dr. Antje Ruhbaum hat ihre 50% Projektstelle für Popularmusik in der Region Lehnin aufgrund einer beruflichen Neuorientierung auf 25 % reduziert. D.h. sie bleibt uns für den Gospelchor und die Gospelkidsprojekte weiterhin erhalten.Das langwierige Arbeitsgerichtsverfahren mit einem kirchlichen Mitarbeiter ist nun mit einem Vergleich zu Ende gebracht worden.

Lektorenarbeit
Die Lektorenarbeit liegt seit geraumer Zeit in den Händen von Pf. Dr. Martin Gestrich. Regelmäßig treffen sich Frauen und Männer im Lektorendienst zum Austausch, Aus- und Weiterbildung. So war es mir eine besondere Freude im Februar dieses Jahres fünf neue Lektoren in einem Gottesdienst einzuführen und zu segnen. 

AG Struktur
Die Arbeitsgemeinschaft Struktur hat ja bereits ihre Arbeit vorgestellt. In enger Abstimmung mit der AG entscheidet der KKR bei Neueinstellungen und Aufstellens des Stellenplanes.

Pfarrstellen
In diesem Jahr gehen (bzw. sind schon gegangen) fünf PfarrkollegInnen in den Ruhestand. Der Stellenplan 2016 hat diese Veränderungen bereits aufgenommen. So wird mit dem Ruhestand von Magister Gramsch zum 31.10. der Pfarrbereich Brandenburg Ost aufgelöst und die Kirchgemeinden werden den Nachbarpfarrbereichen zugordnet. Das Ziel ist bei allen Neustrukturierungen stabile, attraktive Pfarrstellen zu erhalten.
In Töplitz ist lt. Stellenplan mit dem vorzeitigen Ruhestand von Pf. Hans-Jürgen Viebeg im Juli eine 50% Wiederbesetzung mit einer gleichzeitigen Neuordnung des Pfarrbereiches geplant. Das stößt auf Unverständnis bei / in den betroffenen Gemeinden. (Ich möchte an dieser Stelle noch einmal an alle Gemeinden appellieren, bitte über den eigenen Kirchturm zu schauen. Es ist immer sehr schwierig, wenn Neuorientierungen anstehen. )  
Ebenso auf Unverständnis stößt die Absicht des KKR die Stelle in Stücken mit dem vorzeitigen Ruhestand von Pfn. Beate Koschny-Lemke zum 30. Juni umzugestalten. Hier soll eine 50%ige Pfarrstelle gekoppelt mit einer 50% regionalen Jugendarbeitsstelle mit einer/m ordinierten Gemeindepädagogen oder Pfarrer/in ausgeschrieben werden.
Währenddessen gab es in den Pfarrbereichen Schlalach und Treuenbrietzen eine Einigung über die künftige Pfarrstellenstruktur von 70% Schlalach und 30% Treuenbrietzen. Gegenwärtig gibt es dort noch eine befristete Beauftragung mit Pf. i.W. Dirk Matthies.
Mit dem Eintreten des Ruhestandes von Pf. Edgar Meißner Ende Januar wurde die Stelle Lütte-Ragösen ausgeschrieben. Auf die erste Ausschreibung ist leider keine Bewerbung eingegangen. Die zweite Ausschreibung läuft noch.
Ebenfalls im Sommer des Jahres geht Pf. Michael Kiertscher in den Ruhestand. Er war in den letzten zwei Jahren im sogenannten Junior-Senior-Programm und hat sich um die Archivarbeit im KK gekümmert. Für diese Arbeit muss nun eine Anschlusslösung gefunden werden.
Auf die Dompfarrstelle wird nach einem Vorschlag des Domkapitels der ordinierte Gemeindepädagoge Tobias Ziemann durch die Kirchenleitung präsentiert. An dieser Stelle möchte ich Herrn Pf. Detlef Lippold für seine Arbeit während der Vakanzzeit recht herzlich danken. Es war durch das Domjubiläum und die BUGA wahrlich eine besondere Herausforderung.

GMAV
Mit der Mitarbeitervertretung unseres Kirchenkreises hat sich die Dienststellenleitung, die aus dem Leitungskreis unseres Kirchenkreises besteht, über einen regelmäßigen Austausch von Informationen geeinigt. Es ist nach meiner Einschätzung ein gutes und konstruktives Miteinander.

Ältestentag
Auch in diesem Winter fand wieder ein Ältestentag hier in Lehnin statt. Über 70 Älteste haben sich einladen lassen, um mit unserem Propst Dr. Christian Stäblein nach einem guten Vortrag über die Zukunft unserer Kirche mit dem Thema „Von Generation zu Genration“ ins Gespräch zu kommen. Auch die sich anschließenden Arbeitsgruppen waren gut besucht. Dieses Angebotsprofil hat sich also bewährt und es gilt das auszubauen.
Auch gut besucht war der Gesprächsabend anlässlich des landeskirchlichen Konsultationsprozesses mit dem Propst und der OKRn Dr. Christina-Maria Bammel über die Trauung von gleichgeschlechtlichen Paaren. Es war eine sehr kontroverse Diskussion, welche noch einmal das unterschiedliche Schriftverständnis aufzeigte. Die Landessynode hat ja mittlerweile das Gesetz verabschiedet.

Siegel
Nach mehrfachen Anläufen gibt es nun endlich einen Entwurf für ein neues Siegel für unseren Kirchenkreis. Es ist schlicht und einfach gestaltet. 

Einladungen
Recht herzlich möchte ich Sie im Namen der Vorbereitungsgruppe zu unserem 2. Kreiskirchentag am 22. Mai nach Lehnin einladen. „Mut tut gut“ heißt das Thema. Wir bitten die Kirchgemeinden, Mutgeschichten mitzubringen und darzustellen. Es gibt die Idee, die Mutgeschichten zu sammeln und in einer kleinen Broschüre zu veröffentlichen.  Die Plakate sind gedruckt und können auch heute für die Pfarrbereiche mitgenommen werden.

Recht herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit

Kloster Lehnin, 16.04.2016

Bericht - Herbstsynode 2015

Liebe Schwestern, liebe Brüder,

„Erbarmt euch derer, die zweifeln.“ So lautet der Monatsspruch der Herrnhuter Losungen für November. Er stammt aus dem kleinen Judasbrief (Jud 22).

Der Verfasser dieser Schrift mahnt die gläubige Gemeinde, sich nicht von Spöttern, Zweiflern und Skeptikern irre machen zu lassen, sondern der Liebe Gottes zu vertrauen. Erbarmt euch derer, die zweifeln. Das ist mehr als zusehen und gewähren lassen, sondern ruft zum Handeln auf. Christliche Gemeinde soll auf der Grundlage der frohmachenden Botschaft von Jesus Christus mutig bekennen und Irrlehren klar widersprechen. Angesichts der gesellschaftlichen Herausforderung, wie wir mit den Menschen umgehen, die bei uns Schutz und Hilfe suchen, eine klare Position.

So hat im letzten Halbjahr die Arbeit des Kreiskirchenrates die Willkommenskultur in unserem Kirchenkreis stark bewegt. Ausgehend von der letzten Synode wurde am 19. Juni ein Flüchtlingsworkshop organisiert. Auf diesem wurde nicht nur gehört, sondern auch überlegt, wie Kirchengemeinden bei ihrer diakonischen Arbeit für diese hilfesuchenden Menschen unterstützt werden können. Es entstand ein Flyer mit Angeboten, Adressen und Telefonnummern, die den Gemeinden ermöglichen, sich schnell mit den unterschiedlichsten Initiativen zu vernetzen oder beraten zu lassen. Sie finden diesen Flyer auch auf unserer Homepage. Er wird stets aktualisiert, da wir ja nahezu tagtäglich Veränderungen zu diesem Thema erleben.

An dieser Stelle möchte ich allen Gemeinden und Menschen danken, die sich, oft über ihre persönlichen Grenzen hinaus, engagieren. Es ist mir eine besondere Freude Ihnen heute auch mitzuteilen, dass Frau Ruth Koschel aus Bad Belzig von der Landessynode für die Verleihung der Paul-Gerhardt-Medaille vorgeschlagen worden ist. Frau Koschel engagiert sich seit vielen Jahren für die Flüchtlingsarbeit in Bad Belzig.

Des Weiteren hat der Kirchenkreis den Fond für Flüchtlingshilfe im kreiskirchlichen Haushalt noch einmal um 3200 Euro erhöht. Gemeinden sollen damit bei ihren Aktivitäten unterstützt werden. Nicht zuletzt wird jeweils eine befristete Stelle in unseren beiden Diakonischen Werken eingerichtet. Diese Stellen sollen u.a. ehrenamtliche Arbeit koordinieren und begleiten.

Ein zweiter Schwerpunkt in der Arbeit des Kreiskirchenrates waren die Überlegungen, wie künftig die Arbeit mit Jugendlichen in unserem Kirchenkreis gestaltet werden soll. Herr Schuppan hat zum 1. September unseren Kirchenkreis verlassen. Er hatte ja eine der befristeten Projektstellen inne. Es musste nun überlegt werden, wie und in welchem Umfang künftig Jugendarbeit verantwortet werden kann. Der Stellenplan 2016 weist bereits eine Erhöhung der Jugendarbeit auf 250% auf. Ein erweiterter Vorschlag wurde Ihnen heute zur Abstimmung vorgelegt. Wir hoffen nun, die Stellen zügig besetzen zu können.

Dieses Halbjahr war außerdem geprägt von der Bundesgartenschau und dem 850jährigen Domjubiläum in Brandenburg/Havel.

In der Rückschau lässt sich sagen, der Evangelische Kirchenkreis Mittelmark-Brandenburg hat sich auf der BUGA hervorragend präsentiert. An jedem Tag fand auf dem Kirchenschiff auf dem Brandenburger Packhofgelände eine Mittagsandacht in bunter ökumenischer Vielfalt statt. Die Resonanz der Besucher war erstaunlich. Zahlreiche Gemeinden aus Brandenburg und dem Umland, haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende beteiligten sich an den vielen Aktivitäten. Ihnen allen möchte ich recht herzlich für Ihr Engagement danken. Einen besonderen Dank möchte ich aber der Gemeindepädagogin Bärbel Böer aussprechen. Durch ihre freundliche Art konnte sie eine Fülle von Menschen mobilisieren und auf hervorragende Weise miteinander vernetzen. Vielen Dank dafür.

Das 850 jährige Domjubiläum hatte eine eigene Dynamik und wurde vom Domstift verantwortet. Es war nicht nur ein hervorragendes Programm an Vorträgen, Gottesdiensten und musikalischen Veranstaltungen, sondern es zeigte sich auch welche Bedeutung der DOM, als Wiege der Mark hat. Mehrfach waren unser Bischof Dröge, der Bundespräsident Gauck, der Außenminister Steinmeier, der Ministerpräsident Woidke, die Kirchenleitung, der Landtag u.a. Vertreter des öffentlichen Lebens in Brandenburg zu Gast. Auch soll ich herzliche Grüße des Kurators Dr. Hasselmann an die Synode übermitteln. Er lädt uns immer wieder gern ein, im Dom eine Synode abzuhalten.

Der Kirchenkreis Mittelmark-Brandenburg ist finanziell gut aufgestellt. Das ist ein Grund der Freude und des Dankes. Auch in diesem Jahr konnten wir Rücklagen bilden, die den Kirchengemeinden in unterschiedlicher Art wieder zu Gute kommen. Das war nur möglich, weil sich die kirchensteuerbedingten Zuweisungen auch in diesem Jahr über den Planansatz entwickelten. Wir dürfen allerdings nicht die Augen davor verschließen, dass die Gemeindegliederzahlen auch im vergangenen Jahr (Stand Oktober) um 447 Menschen gesunken sind. Es sind zwar nicht so viele wie im vergangenen Jahr von 887, dennoch sind es zu viele. Auch die Taufen und Kasualien wie Trauungen und Beerdigungen sind rückläufig.

Durch das erhöhte Kirchensteueraufkommen ermöglicht, hat die Landeskirche beschlossen, noch einmal ein Schuldentilgungsprogramm aufzulegen. Davon konnten einige Gemeinden unseres Kirchenkreises profitieren. Zu den Bedingungen des Programmes gehörte, dass sich auch der Kirchenkreis mit einem Eigenanteil daran beteiligt. (LK insgesamt 372 030,65 Euro, KK 79 178,33 Euro)

Daneben hat der Kirchenkreis nach Prüfung durch das KVA und der AG Haushalt und Finanzen einige Gemeinden, wo es absehbar war, dass diese auf viele Jahre hin handlungsunfähig sind, teilweise entschuldet. In unserem Kirchenkreis sind die finanziellen Mittel nicht gleichmäßig verteilt. So gibt es einzelne Gemeinden, die über keine Geldeinnahmen verfügen. (insgesamt 39 920,00 Euro)

Nach turbulenten 2 ½ Jahren von Personalbewegungen war es in diesem Halbjahr recht ruhig. Den Weggang von Philip Schuppan zum 1. September hatte ich bereits erwähnt. Er wurde im Rahmen einer Jugendwoche in Brück am 27. August verabschiedet.

Aus dem aktiven Pfarrdienst ist Pfarrer Kuhnt zum 31. Oktober ausgeschieden. Er war in den letzten beiden Jahren im Junior-Senior-Programm unserer Landeskirche.

Die Kreisbeauftragte für die Arbeit mit Kindern, Gemeindepädagogin Bettina Radcke, wurde am 6. September im Rahmen eines Familiengottesdienstes in Lehnin in ihr Amt eingeführt. Mittlerweile hat sie sich sehr gut eingearbeitet und ist eine wichtige Ansprechpartnerin für Mitarbeitende und Gemeinden in Sachen Gemeindepädagogik.

Leider wird die Dompfarrstelle Brandenburg erneut ausgeschrieben. (Die Anzahl der Bewerber war zu gering, so dass sich das Konsistorium, Domkapitel und der Kreiskirchenrat zu diesem Schritt entschlossen.)

Noch nicht ausgeschrieben ist die Pfarrstelle Schlalach. Es gab mehrere Gespräche mit den Gemeindekirchenräten, wie diese Ausschreibung aussehen könnte. Die Vorstellungen gehen bisher weit auseinander. Zur pastoralen Entlastung der Vakanzvertreter haben wir Pfarrer i.W. Matthies für eine befristete Zeit gewinnen können.

Ebenfalls erneut ausgeschrieben wird die 75 % KM1 Stelle für Kirchenmusik in der Region Brandenburg. Auch hier zeigte sich, dass der Markt nicht gerade auf Teilzeitstellen wartet.

Die KM2 Kirchenmusikerstelle von 70% mit 30% Stellenanteil für das Kreiskantorat ist ausgeschrieben und die Wahlkommission kommt in Kürze zusammen.

Leider befindet sich der Kirchenkreis in einem Rechtstreit mit einem Mitarbeiter unseres Kirchenkreises. Es konnte bisher in den Schlichtungsverhandlungen keine einvernehmliche Lösung erzielt werden.

Vom 20.-23. September fand die diesjährige Mitarbeiterkonventsrüste in Brotterode / Thüringen unter dem Thema „ Arbeiten mit Projekten in Gemeinden“ statt. Für die Teilnehmer war es nicht nur ein spannendes Arbeiten, sondern auch ein interessanter Austausch und weiteres Kennenlernen der Kollegen und Kolleginnen.  

Die Arbeitsgruppe Haushalt und Finanzen sucht dringend einen neuen Vorsitzenden. Wer kann sich vorstellen in diesem wichtigen Gremium mitzuarbeiten, oder kennt jemanden, der für diese Arbeit gewonnen werden könnte?

Frau Zappe, die Leiterin unseres Verwaltungsamtes, geht nach über 30 Jahren in den Ruhestand. Sie wird am 30. Januar 2016 verabschiedet. Eine Ausschreibung der Stelle ist bereits erfolgt. Der Ausgang des Bewerbungsverfahrens ist noch offen.

Höhepunkte für das kommende Jahr wird in unserem Kirchenkreis unser 2. Kreiskirchentag sein. Er soll am Trinitatissonntag, dem 22. Mai 2016, hier in Lehnin stattfinden.

Auch im kommenden Jahr wird es wieder einen Ältestentag geben. Geplant ist der 20. Februar 2016. Merken Sie sich bitte diese beiden Termine vor.

Zum Schluß möchte ich mich recht herzlich für alles ehrenamtliche Engagement der Kreiskirchenratsmitglieder bedanken. Mit hoher Disziplin, Sachverstand, in engagierten Diskussionen trafen sie sich auch im letzten Halbjahr einmal im Monat und auf einer zusätzlichen Klausurtagung. Das ist nicht selbstverständlich und deshalb der ausdrückliche Dank.

Ebenso möchte ich dem Präsidium der Synode und den Mitarbeiterinnen im Supturbüro für alles Mitdenken und Mithelfen danken.   

 

 

Bericht - Frühjahrssynode 2015

Bericht des Superintendenten - Frühjahrssynode 28.03.2015

Liebe Schwestern und Brüder,  

an dieser Synode kann ich leider aus gesundheitlichen Gründen nicht persönlich teilnehmen. Ich bedaure das sehr, da mir das Thema, wie wir die Flüchtlinge in unseren Gemeinden willkommen heißen können, sehr am Herzen liegt. Aber ich kann Ihnen versichern, dass ich in Gedanken und im Gebet bei Ihnen bin. 

Auch möchte ich mich an dieser Stelle recht herzlich bei denjenigen Menschen bedanken, die mich während der Zeit meiner längerfristigen Krankheit in Gebeten, Grüßen und gar heilenden Honiggaben begleitet haben. Danke dem Leitungsteam, dem Büroteam in der Suptur, den Mitgliedern des Kreiskirchenrates, sowie dem Präsidium unserer Synode. Die geschwisterliche Begleitung tat und tut gut. Ich befinde mich in einem guten Heilungsprozess und hoffe in wenigen Wochen wieder gesund, munter und fröhlich meine Arbeit wieder aufnehmen zu können.  

Auch wenn ich persönlich nicht zugegen sein kann, sollen Ihnen wichtige Informationen der vergangenen Zeit nicht vorenthalten werden.

Wir haben im vergangenen Jahr fast 700 Gemeindeglieder verloren. Das sind weit mehr als die prognostizierten 2%. Trotzdem sind die Kirchensteuereinnahmen und damit auch unsere Zuweisungen von der Landeskirche gestiegen. Das hängt vorrangig mit der bisher guten wirtschaftlichen Entwicklung vor allem in Berlin zusammen.  

Bei den Kirchenaustritten schlägt die Ankündigung des automatischen Kirchensteuereinzuges auf Kapitalertragssteuern über die Banken und Versicherungen kräftig zu Buche. Waren es im Jahre 2013  204 Austritte, hat sich die Zahl im Jahre 2014 auf 463 mehr als verdoppelt! Davon 278 über 50jährige gegenüber 51 im Jahre 2013. Aus Nachfragen von Personen im Rentenalter wissen wir, dass bei den Ausgetretenen die Angst besteht, dass die Sparanlagen mit Kirchensteuer belegt werden. Das stimmt natürlich so nicht. Den Gemeinden sind Anfang des Jahres zum wiederholten Male entsprechende Informationsmaterialen zur Aufklärung des Sachverhaltes für die Gemeindebriefe zur Verfügung gestellt worden. Machen Sie bitte davon Gebrauch. 

Leider sind auch die Taufzahlen im vergangenen Jahr zurückgegangen; von 241  - 2013 auf 191 im Jahre 2014. 

967 Kirchglieder sind aus unserem Kirchenkreis weggezogen und 780 neu hinzugezogen, 624 Kirchglieder sind verstorben, davon interessanter Weise nur 239 kirchlich bestattet. 

Wir sollten also nicht die Augen davor verschließen, dass wir nach wie vor geringer werden. Wir haben allerdings noch sehr viel Potential bei Taufen und weiteren Amtshandlungen in unseren Gemeinden.  

Nach der Gemeindekirchenratswahl im vergangenen Jahr wurde auf der Frühjahrssynode 2014 der neue Kreiskirchenrat gewählt. 15 Menschen, hauptamtlich und mehrheitlich ehrenamtlich treffen sich einmal im Monat, um über die Arbeit des Kirchenkreises zu beraten und zu entscheiden. Neue Menschen bringen neue Frage, neue Eindrücke, neue Ideen, hinterfragen Altbewährtes und schon immer Dagewesenes. Das ist gut und notwendig. Rückblickend kann ich sagen, dass der Kreiskirchenrat auf einem guten Wege der Zusammenarbeit ist. Wichtig dafür war die Klausurtagung des Kreiskirchenrates vom 23.-25. Januar 2015 in Neuseddin. Wir fragten uns:  Wo stehen wir mit und in unserem Kirchenkreis? Was haben wir schon geschafft, an gemeinsamen Regelungen, Formularen in Bau, Finanzen, Förderung bei Arbeit mit Kindern und Jugendlichen? 

Gleichzeitig sollte der Blick auf die zahlreichen Baustellen gerichtet werden. Was soll als nächstes angepackt werden? Was läßt sich in der nächsten Zeit realistisch umsetzen? Welche Konsequenzen werden die Vorschläge der AG Struktur bringen? Wie gehen wir miteinander um? Wie geht es in der Arbeit mit Jugendlichen in unserem Kirchenkreis weiter? 

Am 21. Januar 2015 hat sich unter großer Beteiligung in Lehnin ein Kreisjugendkonvent gebildet. Er nimmt nun seine Aufgabe lt. Grundordnung auf und vertritt die Meinungen der zahlreichen Jugendlichen in unseren Gemeinden. Eine Frage blieb bisher noch offen: Wie kann die Einbindung der verbandlich-organisierten CVJM Arbeit in unserem Kirchenkreis  funktionieren. Dazu gab es erste Gespräche zwischen den verschiedenen Gremien der in unserem Kirchenkreis existierenden CVJM-Vereine und dem Leitungsteam. Es soll jetzt in einem nächsten Schritt über mögliche grundsätzliche Konzeptionen der Jugendarbeit im Kirchenkreis nachgedacht werden.   

Mit Hochdruck wurde an der Weiterentwicklung der Homepage unseres Kirchenkreises gearbeitet. Herr Pilz und Herr Köhler-Apel  erwarben sich hier besondere Verdienste. Nun wird diese von unserer Öffentlichkeitsbeauftragte Frau Gabi Maetz betreut. Das Ergebnis konnten sie ja bereits heute auf der Synode begutachten. 

Leider ist unser Bemühen um ein neues Siegel und Logo ins Leere gelaufen. Die Entwürfe eines beauftragten Grafikers waren für den Kreiskirchenrat nicht überzeugend. Es bedarf eines nochmaligen grundsätzlich neuen Ansatzes.

Die AG Struktur unter dem Vorsitz von Pfn. Rief hat zügig die Arbeit aufgenommen und wird heute noch von den ersten Überlegungen berichten. Ich bin sehr dankbar für die Arbeit der AG. Es wird mit  Leidenschaft aber auch mit Reformwillen gearbeitet. 

Im Arbeitsbereich der Kirchenmusik kommen wir in langsamen Schritten voran.

Ein langjähriger Konflikt zwischen dem Kantor und der Kirchengemeinde Lehnin ließ die Wogen in der Gemeinde und in der Presse vor dem Jahreswechsel hochschlagen. Es ist schwierig, Personalangelegenheiten öffentlich zu diskutieren. Verschiedene Konfliktlösungsangebote führten leider zu keinem Erfolg. Mit einem vom Kreiskirchenrat einberufenen Runden Tisch und der Leitung der Generalsuperintendentin H. Asmus und Beteiligung des Landeskirchenmusikerdirektors Prof. Dr. Gunther Kennel  sowie der Konfliktparteien wurde dann ein Vorschlag erarbeitet, den sich der Kreiskirchenrat zu Eigen machte. 

Der kirchenmusikalische Mitarbeiter wurde zu 70% seines Dienstumfanges in die Region Beelitz umgesetzt und verbleibt zu 30% in Lehnin für die kirchenmusikalische Arbeit, die an das EDBTL (Stift) angesiedelt ist. 

Für die Region Lehnin wird nun eine neue Ausschreibung zu 70% mit weiteren 30% kreiskantoralen Anteilen vorbereitet. Mit dem neuen Kreiskantor oder auch Kreiskantorin wird dann an der im vergangenen Herbst vorgelegten konzeptionellen Skizze der Kirchenmusik weitergearbeitet. 

Die Landeskirche hat auf ihrer vorletzten Synode die Einrichtung dreier landeskirchlichen kirchenmusikalischen Ausbildungsstätten beschlossen. Eine davon ist in Brandenburg an der Havel angesiedelt und ist mit einem 25%igen Stellenanteil ausgestattet, so dass wir unsere geplante 50% KM1-Stelle auf 75% erhöhen konnten. Damit ist die Wahrscheinlichkeit auf eine Besetzung verbessert. Das Ausschreibungsende ist Ende April. Diese Stelle soll für Entlastung der beiden Kirchenmusiker in Brandenburg sorgen, die für die Ausbildung von ehrenamtlichen Kantoren mit dem Ziel einer entsprechenden Qualifikation zuständig werden sollen. 

Ein großer Erfolg war wieder der Ältestentag, der am 28.02. diesen Jahres in Lehnin stattfand. Nahezu 80 Ältesten ließen sich einladen und wurden in fünf verschiedenen Arbeitsgruppen mit neuen Informationen für die Arbeit in ihren Gemeinden versorgt. Vielen Dank an alle, die diesen Tag mitgestaltet und organisiert haben. (Pf. H.Kautz, Pf. Dr.Stephan Schönfeld, Pf. Roy Sandner, GP Gabi Maetz und Frau Fischer! ) 

Auch im letzten halben Jahr gab es wieder viel Bewegung in der Mitarbeiterschaft.

Durch den überraschenden Wechsel im Advent 2014 von Pf. Wiethölter nach Angermünde mußte eine schnelle Lösung für die Domgemeinde Brandenburg gefunden werden. Es wurde Pf. Detlef Lippold als Interimspfarrer eingesetzt. Durch dieses etwas ungewöhnliche Verfahren sollten Abbrüche vermieden werden, die im Zusammenhang des Jubiläumsjahres und der BUGA entstanden wären. Die Stelle wird zum Herbst regulär ausgeschrieben. Es ist eine konsistoriale Besetzung mit einem Vorschlagsrecht des Domkapitels.

Wir sind froh und dankbar, dass wir nach 1½ jähriger Vakanz die Pfarrstelle Wiesenburg mit Pf. Dr.Stephan Schönfeld besetzen konnten. Er trat seinen Dienst am 01.01.2015 an.

Ebenfalls am 01.01. begann, nachdem zwei Bewerbungsrunden keinen Erfolg hatten, die Entsendungsgeistliche Ellen Ratke ihren Dienst in der Gemeinde Golzow-Planebruch.

Im Pfarrsprengel Lehnin waren gleich zwei Pfarrstellen zu besetzen. Eine, in Groß Kreutz, wurde durch das Konsistorium zum 1. Mai mit Pfarrer Sebastian Mews besetzt. Die zweite, in der Klosterkirchgemeinde Lehnin und Rädel, wurde durch den gesamten Pfarrsprengel, das waren immerhin über 100 Wahlberechtigte gewählt. Die Wahlversammlung unter der Leitung meines  Stellvertreters Pf. Matthias Stephan entschied sich nach der zweiten Ausschreibung für Pfn. Almuth Wisch. Die Dienstaufsicht wird in diesem Fall von meinem Stellvertreter wahrgenommen. Sie beginnt ihren Dienst am 1. April.  

Seit dem 1. März freuen wir uns über Vikarin Susanne Radcke. Sie wird ihre Ausbildung in der Region Bad Belzig fortsetzen.

Im März wählte der Kreiskirchenrat Gemeindepädagogin Bettina Radcke als Kreisbeauftragte für Kinder und Familien mit 50% Anstellung.  Die ehemaligen drei Kreisbeauftragten für die Arbeit mit Kindern enden mit dem Dienstbeginn am 1. Mai von Frauu Radcke. An dieser Stelle schon einmal ein recht herzliches Dankeschön an die Frauen Astrid Just sowie Christina Zesche, die über viele Jahre die Kreisbeauftragtenfunktion übernommen und geprägt haben.  

Katechetin Christel Kuhnt wurde nach langjähriger Tätigkeit unter großen Anteilnahme und bewegenden Gottesdiensten Anfang des Jahres feierlich in den Ruhestand verabschiedet. Die Nachfolge wird Katharina Schulze antreten. Des Weiteren wurden die  gemeindepädagogischen Anteile von Maria Schuke in Töplitz, die bisher ausschließlich von der Kirchgemeinde finanziert wurden, in kreiskirchliche Verantwortung übernommen. 

Weitere örtliche Umsetzungen erfolgten bei den Gemeindepädagoginnen Ines Hübner nach Beelitz und von Gabi Maetz nach Jeserig/ Schenkenberg. 

Diese Umsetzungen waren u.a. notwendig, um eine Entlastung für Frau G. Noack zu erwirken, die 25% ihrer Arbeitszeit für die Mitarbeitervertretung (MAV) tätig ist. Ebenso für Frau Ute Baaske.

In unserem Kirchenkreis haben wir in Kürze folgende Vakanzen:

Nach dem Wechsel von Pfn. Susanne Hennrich zum 15.04. wird Pfarrer Helmut Kautz, mit Unterstützung der Pfarrkollegen Jörg Frenzel und Olaf Prelwitz die Vakanz in Schlalach übernehmen.

In Treuenbrietzen wird Pf. Gunter Seidel die Gemeinden als Vakanz von Pf. Sebastian Mews ab 1. Mai übernehmen. Allerdings wird Pf. Sebastian Mews bis zum Ende des Schuljahres noch eine 40% Abordnung in den Schuldienst des Gymnasiums Treuenbrietzen erhalten. 

Die Wiederbesetzung gestaltet sich in diesem Bereich als schwierig. Die Gemeindegliederzahlen sind zu gering, um Schlalach wieder mit  100 % Dienstumfang zu besetzen. So gibt es die Idee, Treuenbrietzen mit Schlalach zusammen als ein  Pfarrsprengel zu denken. Aber hier sind wir noch inmitten eines Gesprächsganges mit den beteiligten Gemeinden. 

Es dauert nicht mehr lange, dann wird die Bundesgartenschau am 18. April hier im Dom mit einem Gottesdienst eröffnet. Nicht nur der Dom hat sich zu seinem 850jährigen Jubiläum herausgeputzt, auch die Stadt Brandenburg. Wir als Kirchenkreis Mittelmark Brandenburg in Zusammenarbeit mit anderen Kirchen sind mit einem großen Angebot bei der BUGA engagiert und mitten drin. Von der Jahrtausendbrücke können Sie unser Kirchenschiff bereits sehen, dort wird es tägliche Angebote geben. Ein Besuch, eine Gemeindefahrt lohnen sich auf alle Fälle. Haben Sie Fragen, benötigen Sie Informationen, dann wenden Sie sich getrost an Frau Böer, die mit einem übergroßen Engagement die Fäden fest in der Hand hält. Vielen Dank dafür.

Zum Schluß möchte ich mich bei Ihnen allen recht herzlich für ihr vielfältiges Engagement in den Gemeinden bedanken. 

Ich danke für Ihre Geduld und wünsche Ihnen Gottes Segen. 

Ihr Thomas Wisch

Superintendent

Bericht - Herbstsynode 2014

 

Bericht des Superintendenten zur Herbstsynode 2014

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Schwestern und Brüder,  sehr geehrtes Präsidium,

in der Josephsnovelle im 1.Buch Mose Kapitel 40ff. lesen wir, wie Joseph als Gefangener die Träume des Pharaos deutet. Sie kennen sicherlich alle diese schöne Geschichte. Sieben schöne fette Kühe steigen aus dem Wasser des Nils und verschlingen sieben hässliche, magere Kühe. Genauso geschah es mit sieben dicken, reichhaltigen Ähren die die mageren verschlangen. Joseph deutete die Träume im Auftrage Gottes. Sieben arme Hungerjahre werden den sieben reichen guten Jahren folgen. Der Pharao hörte auf die Traumdeutung und ließ große Vorratshäuser bauen, um der angekündigten Hungersnot vorzubeugen.

An diese Geschichte wurde ich im letzten Halbjahr mehrmals erinnert. Die Steuereinnahmen und damit die Kirchensteuer stiegen. Wir konnten gut wirtschaften, gar Rücklagen bilden. Es sind keine Stellen gekürzt worden. Im Gegenteil neue Stellen in der Kirchenmusik, eine 50% Stelle einer  Kreisbeauftragten für Arbeit mit Kindern und Familien, eine 50% MAV Stelle wurden eingerichtet. Wir sind gut aufgestellt! Wofür? Ich will nun nicht die sieben Hungerjahre an die Wand malen. Aber es gibt durchaus alarmierende Zeichen.

So hat zu Beginn des Jahres die Veröffentlichung der Banken und Sparkassen auf den Kontoauszügen, über die automatische Einziehung der Kirchensteuer auf Zinsen von Kapitalerträgen, sofern man kirchensteuerpflichtig ist, uns eine erhöhte Anzahl von Austritten beschert. Bereits am 30.09. dieses Jahres hatten wir im Vergleich zum Vorjahr bereits fast die doppelte Anzahl von Austritten zu verzeichnen. Genau 376 Gemeindeglieder  wendeten sich von der Kirche ab, übrigens überwiegend „Jungrentner“. Dazu kommen die üblichen Rückgänge an Gemeindegliederzahlen durch Tod und Wegzug. Wir dürfen nicht die Augen davor schließen, wir werden weniger. Da tröstet nur ein wenig, dass das ein gesamtgesellschaftliches Phänomen im Osten ist. Die erhöhten Kirchensteuereinnahmen werden aufgefressen von einer niedrigeren Zuweisung aus dem EKD Ausgleich und den tariflichen Erhöhungen bei den Mitarbeiter- und Pfarrergehältern.

Weiterhin machen wir uns Sorgen über die neue Rechtsverordnung über die Erfassung, Bewertung und Bilanzierung des Vermögens im Zuge der Einführung des neuen Haushaltsgesetzes in unserer Kirche. Die Konsequenzen für unsere überwiegend kleinen Gemeinden mit hohem Immobilienbestand (Kirchen) sind noch nicht abschätzbar. Dennoch: wir sind gut aufgestellt und wir haben gute Ressourcen, die es so gut wie möglich zu nutzen gilt.

Die Hauptressource sind Sie, die Gemeindeglieder, sie sich vielfältig in ihren Kirchgemeinden einbringen und dafür Sorge tragen, dass das Evangelium verkündigt wird. Hier beobachte ich, dass zunehmend über den eigenen Kirchturm hinausgedacht wird. Verstärkt arbeiten Gemeinden in den Regionen zusammen. Regionale Konvente der Mitarbeitenden haben sich gebildet oder sind intensiviert worden. Hier wird die Zukunft liegen, denn kaum eine Gemeinde kann für sich allein existieren.  Ein eindrückliches Zeugnis davon war auf unserem 1.gemeinsamen Kirchentag im Juni dieses  Jahres hier in Lehnin zu sehen. Unter dem Motto „Stück für Stück ein Glück“ versammelten sich nahezu 750 Menschen um nicht nur einen schönen Gottesdienst zu erleben, sondern auch sich auszutauschen wie Gemeinden Kirche leben. Die kirchenmusikalischen Aufführungen, nebst Musical werden wohl alle in guter Erinnerung bleiben.

Ein weiterer Höhepunkt war die gemeinsame Mitarbeiterfreizeit im September in Jauernick. Die Mitarbeitenden lernten sich näher kennen und so manche gute Idee entstand im Miteinander. Der Mitarbeiterkonvent beschäftigte sich zum wiederholten Mal mit einem Intervention- und Präventionsplan im Falle von Kindesmissbrauch. Dieses sehr sensible Thema muss in den Gemeinden weiter bearbeitet werden.

Neue Impulse aus dem Reformprozess unserer Landeskirche brachten die Delegierten aus unserem Kirchenkreis mit von dem Werktag am 11.Oktober in Berlin. Heute Vormittag haben wir ja an den Thesen gearbeitet. 

Am 18.Oktober erhielt unser Kirchenkreis Besuch von der Kirchenleitung. Sie schauten sich, in vier Gruppen aufgeteilt, die Arbeit unseres Kirchenkreises an. Es wurde geschaut, zugehört und gefragt. Im Namen der Pröpstin Friedericke von Kirchbach soll ich ausdrücklich für die Gastfreundlichkeit danken. Die Mitglieder der Kirchenleitung  waren sichtlich beeindruckt von der Arbeit  und dem Fortschritt auf dem Wege der Fusion dreier Kirchenkreise. Leider ist  der Bericht der Kirchenleitung, der die Eindrücke sammelt, noch nicht fertig. 

Nach der letzten Synode hat die AG Struktur ihre Arbeit aufgenommen. Wo sie steht, wird im Anschluss Schwester Rief berichten.

Die fertiggestellte „Konzeptionelle Skizze für die Arbeit der Kirchenmusik“ wird die Grundlage für die weitere konzeptionelle Arbeit der Kirchenmusik bilden. Sie soll mit dem hoffentlich im Frühjahr vorhandenen Kreiskantor fortgeführt werden. Die Landeskirche hat eine der drei regionalen Ausbildungsstätten für die Kirchenmusik mit 25 % in Brandenburg angesiedelt. Mit der neu eingerichteten 50% Stelle werden wir in den Genuss kommen, in relativer geographischer Nähe eine Ausbildungsstätte für ehrenamtliche Kirchenmusik erhalten. Wenn sie jemanden aus ihren Gemeinden wissen, der z.B. sein Orgelspiel verbessern und qualifizieren möchte, wird hier eine gute Ausbildung erhalten.

Kurz vor der Ausschreibung steht auch die 50% Stelle der /des Kreisbeauftragten für Kinder und Familien. Mit dieser wird dann zügig an der Konzeption für Gemeindepädagogik in Abstimmung mit der AG Struktur gearbeitet.

Der auf der Frühjahrssynode neu gewählte Kreiskirchenrat nahm zügig seine Arbeit auf. Neue Gesichter mit neuen Ansichten prägen die Arbeit.  Für die „Neuen“ war und ist es eine echte Herausforderung sich in die manchmal nicht leichten Abläufe hineinzudenken. Aber ich habe das Gefühl, es wird von Mal zu Mal besser. Es ist gut und wichtig verschiedene Meinungen aus den Weiten des Kirchenkreises zu hören und gewichten. An dieser Stelle möchte ich allen Schwestern und Brüdern für ihr Engagement danken. Der neugewählte 1.stellvertretende Superintendent Pf. M. Stephan hat sich ebenfalls gut in seine neue Funktion eingearbeitet.

Mitte Oktober fanden nun endlich der Serverumzug und die Neuerrichtung unserer Homepage statt. Wohlwissend dass da noch sehr viel Arbeit wartet, war dies ein wichtiger Schritt für die Öffentlichkeitsarbeit unseres Kirchenkreises. An dieser Stelle möchte ich ausdrücklich Herrn Pilz und Herrn Köhler-Apel danken, die das Vorhaben maßgeblich vorangetrieben haben.  Leider kommt es durch den längeren krankheitsbedingten Ausfall unserer Öffentlichkeitsbeauftragten Frau Maetz zu Verzögerungen in der Aktualisierung der Website. Auch wird sie auf die Zuarbeit der Gemeinden angewiesen sein. Von daher meine Bitte, unterstützen Sie sie mit den erforderlichen Informationen, sowie sie wieder genesen ist.

 

Eine gute Entwicklung hat die Personalsituation in unserem Kirchenkreis genommen. So wird ab 1.1. 2015 die Stelle in Wiesenburg nach 1 ½ jähriger Vakanz mit Pf. Dr. Stefan Schönfeld besetzt werden können. Für Golzow-Planebruch wird ab 1.1. die Entsendungsgeistliche Frau Ellen Ratke zur Verfügung stehen.

Überraschend war der Wegzug von Pfarrer M. Gommlich aus Groß Kreutz nach seiner Entsendungszeit. Die Stelle wird im nächsten Amtsblatt ausgeschrieben. Ebenfalls überraschend war der Stellenwechsel des Dompfarrers A. Wiethölter aus Brandenburg zum 1.12.. Um die intensiven Vorbereitungen für das 850 jährige Domjubiläum und des anstehenden BUGA Jahres nicht zu gefährden, hat sich der KKR entschlossen, eine 13monatige befristete Interimslösung anzustreben. Pf. D. Lippold ließ sich auf diese Stelle ein und hat seinen Dienst bereits am 1.10. begonnen. Nun kann in Ruhe die Dompfarrstelle zum 1.11.2015 ausgeschrieben werden. Es ist eine konsistoriale Besetzung mit dem Vorschlagsrecht des Domkapitels. .

Nicht erfolgreich war die Pfarrwahl in Lehnin. Von drei ursprünglichen Bewerbern sagte gestern früh der dritte ab, so dass die Stelle erneut ausgeschrieben werden muss.

Am Schluß der Josephsgeschichte können wir erfahren, wie Gott das Tun des Josephs gesegnet hat. Seine Vorausschau und auch sein mutiges Handeln wurde zum Segen für das Volk Gottes und auch für Ägypten. So vertraue ich darauf, dass der barmherzige Gott auch unser Tun segnet und wir getrost in die Zukunft gehen können.

Kloster Lehnin, 8. November 2014

Superintendent Thomas Wisch